Safari: Neuer Codec verhindert 4K-Streaming auf Youtube.com

Thomas Konrad 8

Ein neuer Video-Codec verhindert offenbar, dass Safari-Nutzer 4K-Videos auf der Youtube-Website betrachten können. Videos, die auf anderen Websites eingebettet sind, stehen weiterhin in hoher Auflösung zur Verfügung. 

Safari: Neuer Codec verhindert 4K-Streaming auf Youtube.com

Wie Reddit-Nutzer herausfanden, wechselte Google wohl am 6. Dezember den Video-Codec für 4K-Inhalte. Seither sind neue Videos für Safari-Anwender nur noch in kleineren Auflösungen abrufbar. Zumindest auf youtube.com.

Auf anderen Internetseiten ist die 4K-Auflösung nach wie vor verfügbar. Vor dem 6. Dezember hochgeladene Videos sind vom Codec-Wechsel auch nicht betroffen.

Offenbar hat Youtube den H.264-Standard gegen den lizenzfreien VP9-Codec ausgetauscht — und schließt Safari-Nutzer auf Mac, iPad und iPhone aus. Um 4K-Videos auf der Youtube-Website betrachten zu können, müssen diese vorerst auf Chrome umsteigen.

Gegenüber Appleinsider bestätigte Apple, dass Safari VP9 nicht unterstütze. Google habe sich anscheinend bewusst dafür entschieden, 4K-H.264-Videos auf der Youtube-Website nicht mehr an Apple-Nutzer zu streamen — obwohl das problemlos möglich wäre, würde Google nur wollen.

Eine gute Erklärung für die unterdrückten 4K-Streams gibt es aktuell nicht. So lässt sich nur mutmaßen, dass Google damit neue Anwender für seine Browser-Plattform gewinnen möchte. Google Chrome ist derzeit mit Abstand der populärste Internetbrowser – schon seit einiger Zeit hat die Software einen Marktanteil von über 50 Prozent inne.

Damit kann Apple nicht mithalten: Safari liegt im Gesamtmarkt bei rund 15 Prozent. Deutlich anders dürfte das natürlich aussehen, wenn man ausschließlich Macs betrachtet. Doch auch dort ist Chrome äußert populär – auch wenn der Browser über lange Zeit als Batteriefresser bekannt war.

Übrigens: Auf iPhones, iPads und dem iPhone touch sehen die Marktanteile komplett anders aus. Hier werden über 90 Prozent aller Daten über Safari versendet. Alle anderen Browser – darunter Chrome, Opera und kleinere Apps – teilen sich gerade einmal 10 Prozent.

Quelle: Appleinsider

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