Attribute Changer

Software Redaktion

Der Attribute Changer ist eine Erweiterung des Windows-Explorers, mit dem wir die Attribute von Dateien und Ordnern ändern können. Die Freeware bietet dabei wesentlich mehr Möglichkeiten als Windows selbst!

Natürlich kann man in Windows Datei-und Ordnerattribute ändern. Ein Klick mit der rechten Maustaste, dann Eigenschaften anklicken und schön können wir einige Basiseinstellungen vornehmen. Doch um wirklich alle Attribute zu erreichen, benötigt man ein Tool wie den Attribute Changer.

Attribute Changer installieren und nutzen

Der Attribute Changer Download kommt als Setup und wird als Explorererweiterung installiert. Das bedeutet im Klartext, dass es kein einzelnes Programm zum Aufrufen gibt. Vielmehr wird das Werkzeug in das Kontextmenü integriert, das durch die rechte Maustaste aufgerufen wird. Je nach Situation erscheinen mehrere spezielle Menüpunkte in diesem Menü, durch die wir Dateiattribute und Ordnereigenschaften ändern können.

Windows speichert deutlich mehr Dateiattribute, als wir mit dem Explorer üblicherweise erreichen und ändern können. Wir sehen beispielsweise, wann eine Datei erstellt wurde, wann sie geändert und zuletzt geöffnet wurde. Aber einfach ändern können wir diese Eigenschaften nicht. Außerdem sehen wir, ob sie schreibgeschützt oder versteckt ist und können das umschalten. Doch das war es eigentlich auch schon. Um mehr Attribute zu sehen oder zu ändern, müssten wir eine Kommandozeile öffnen und den DOS-Befehl attrib aufrufen.

Das ist unpraktisch und kann auch nicht alles, was uns der Attribute Changer bietet. Hier können wir nämlich einzelne aber auch gleich mehrere Dateien markieren, um deren Attribute zu ändern. Auch mit Ordnern geht das. Und will man viele Attribute ändern, dann lassen sich auch Unterordner einschließen.

Attribute Changer Anwendungsbeispiele

Welche Attribute kann man den generell und mit dem Attribute Changer überhaupt ändern? Da sind zum einen die Systemattribute, welche Windows mitteilen, wie Dateien oder Ordner zu behandeln sind. Werden sie beispielsweise mit den Attributen Hidden (Versteckt) oder System versehen, dann blendet sie der Windows Explorer in seiner Standardeinstellung aus. Da kann ganz praktisch sein, um auf dem heimischen PC Verzeichnisse zu verstecken, damit sie nicht sofort gefunden werden.

Dateiänderungen können nützlich sein, wenn man zur besseren Sortierung etwa allen Fotos einer Serie dasselbe Erstellungsdatum bzw. dieselbe Erstellungszeit verpassen will. Da wir bei diesen Attributänderungen gleichzeitigen Zugriff auf alle Attribute haben, sind sehr komplexe Problemlösungen machbar. So lassen sich in einem Durchgang Datum und Zeit der Erstellung ändern, während man gleichzeitig allen Dateien das Indizierungs-Attribut nimmt und ihnen das Archiv-Attribut verpasst. Nutzt man dabei noch die erweiterten Funktionen, so wird diese Aktion dann beispielsweise nur auf JPG-Grafiken einer bestimmten Größe angewandt, wenn sie innerhalb eines auswählbaren Zeitraums erstellt wurden.

Übrigens: Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Änderungen erst einmal im Simulationsmodus vornehmen!

Eine sehr ausführliche englische Anleitung dieses leistungsfähigen Tools erreichen wir über den Button Help, der sich im Fenster About befindet. Es lohnt sich durchaus. Dort werden u.a. auch die erweiterten Features zur Datei-Filterung erklärt, mit denen man dann die Attribute bestimmter Dateiformate innerhalb einer Ordnerstruktur auf einen Schlag ändern kann. 

Derzeit wird die deutsche Sprache neu übersetzt und findet Eingang in den Attribute Changer, sobald alles fertig ist. Allerdings ist das Tool auch mit geringen Englischkenntnissen nahezu intuitiv bedienbar.

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