HDR-Bild am Mac mit Aurora HDR 2019 erstellen

Sebastian Trepesch

Ist der Kontrast eines Fotomotivs zu hoch, greift man am besten auf die HDR-Technik zurück. Wir zeigen, wie man mit Aurora HDR 2019 ein HDR-Bild zusammenstellt, wie sich die Skylum-Software in der Praxis schlägt und was an der aktuellen Version neu ist.

HDR-Bild am Mac mit Aurora HDR 2019 erstellen
Bildquelle: Skylum.

Heller Himmel, dunkler Vordergrund, doch alles soll auf dem Bild gut sichtbar sein – dann setzt man am besten schon bei der Aufnahme an und bereitet ein HDR-Bild vor. Das bedeutet konkret: Exakt das selbe Motiv mit unterschiedlichen Belichtungen fotografieren (also mal unterbelichtet, mal überbelichtet). Am besten macht man das vom Stativ, wir haben allerdings auch einen Version aus der freien Hand versucht (siehe unten). Am Rechner setzt man dann die zwei oder mehr Fotos zu einem zusammen – mit einer speziellen Software.

HDR am Mac mit Aurora HDR 2019

Aurora HDR von Skylum ist eines der aktuell bekanntesten HDR-Programme – wir wollten sie deshalb ausprobieren. Die Software ist speziell für das Erstellen von HDR-Aufnahmen konzipiert, es lassen sich aber auch Einzelbilder öffnen. Die Version 2019 bringt dem Nutzer einige Hilfen: Zum einen wirkt die grundlegende Montage der Bilder etwas moderater als bisher, zum anderen vereinfachen die neuen Regler den Prozess der Nachbearbeitung. Im Vergleich zur letzten uns bekannten Version nahmen wir aber auch eine Qualitätssteigerung wahr.

Der Hersteller selbst nennt unter anderem an Neuerungen:

  • HDR Smart Struktur behandelt mit einem intelligenten Schieberegler Kontrast, Tiefe und Definition.
  • Der Standard LUT-Mapping hilft bei Farb- und Filmsimulationen.
  • Looks ermöglicht eine Kombination aus Filtern und LUTs.

„Aurora verwendet seine Quantum HDR Engine mit AI Technologie, um die besten Details aus jedem einzelnen Bild einer Belichtungsreihe zu analysieren und zu extrapolieren und daraus eine einzige Datei zu mergen“, erklärt Alex Tsepko, CEO von Skylum Software, und weiter: „Dadurch ergeben sich mehr Details in Schatten, Highlights und im Mittelbereich, als jemals zuvor möglich war.“

Aurora HDR: Testversion laden *

Aurora 2019 im kurzen Test auf dem Mac

Was bedeutet das für die Praxis? Auffällig ist der  Look vieler Presets und Filter mit satten Farben bis hin in einen künstlichen Look – auf diese Disziplin versteht sich Aurora 2019 gut. Klar, die Sättigung und die Stärke der Filter lässt sich herunterdrehen.

Aber beginnen wir am Anfang: Die Bilder lassen sich direkt in Aurora öffnen oder über eine Plugin-Funktion zum Beispiel aus Lightroom importieren. Ist das Bild kein komplett statisches Motiv vom Stativ fotografiert, aktiviert man am besten die automatische Ausrichtung und – hinter dem Zahnrad – die Option, Geisterobjekte zu erkennen.

Die erste Berechnung benötigt dann einige Sekunden Zeit. Die gönnt man Aurora HDR aber gerne, denn: Selbst unser Bild vom Flughafen aus der freien Hand setzte die Software passgenau zusammen. Auch die Reduzierung der Geisterbilder – also zum Beispiel das fahrende Auto vorne links – schaffte die Software überzeugend. Ein Vorgänger, Aurora Pro von 2016, schaffte das lange nicht so gut.

Soweit, so automatisch. Jetzt kann man in der unteren Leiste Presets wählen (die Intensität der Filter lässt sich reduzieren) und/oder rechts gezielt einige Werkzeugeinstellungen nachregeln. Auch ungeübte Nutzer kommen schnell zu ordentlichen Ergebnissen.

Hier noch ein zweites Motiv, zusammengesetzt aus vier Bildern unterschiedlicher Belichtungszeit. Nur noch ein paar Regler nachgestellt, das Foto war in keinen zwei Minuten fertig. Im linken Viertel ist ein Originalbild zu sehen.

Fazit: Aurora HDR 2019 ist deutlich besser als noch die Version von vor drei Jahren – sehr schnell lässt sich ein gutes HDR-Bild zusammenbauen. Die Ergebnisse sind tendenziell knackig. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob er einen künstlichen Look will oder lieber moderatere Einstellungen wählt. Möglich ist beides.

Skylum lässt sich die namhafte Software mit 99 Euro etwas kosten. Man kann Aurora HDR zumindest in einer kostenlosen Testversion aber in Ruhe ausprobieren.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* gesponsorter Link