Vorladungstermin Polizei/BKA: Warnung vor gefälschten E-Mails

Martin Maciej

Es war einige Wochen relativ still um den BKA-Trojaner, doch aktuell sind Cyber-Kriminelle wieder intensiv am Werk. Viele Internet-User erhalten in diesen Tagen E-Mails mit dem alarmierenden Betreff „Vorladungstermin Polizei/BKA“. Hierbei handelt es sich jedoch keineswegs um eine E-Mail vom Bundeskriminalamt, sondern um einen Betrugsversuch.

Vorladungstermin Polizei/BKA: Warnung vor gefälschten E-Mails

Die Cyber-Kriminellen machen sich den aktuellen Kaufrausch zum Weihnachtsgeschäft zunutze und geben dem Empfänger vor, Opfer eines organisierten Warenbetruges geworden zu sein.

„Vorladungstermin Polizei/BKA: Verdacht auf Betrug“ ist eine Hacker-Attacke

In der Mail selbst befindet sich ein Link, unter welchem sich angeblich weitere Informationen zu den Vorwürfen, sowie Beweisvorlagen wiederfinden lassen sollen. Darüber hinaus sollt ihr innerhalb der Mail auf einen Link klicken, der euch vermeintlich zu einem Kontaktformular Polizeidienstelle weiterleitet, um dort Strafanzeige stellen zu können.

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Diese E-Mail stammt weder vom Bundeskriminalamt, noch ist die angebliche Absenderadresse vom BKA. Findet ihr solche eine Mail in eurem Postfach wieder, klickt keinesfalls auf die enthaltenen Links und löscht die E-Mail sofort. Ziel der dort angegebenen Verweise ist eine Webseite, die Schadsoftware auf eurem Rechner einrichten möchte, z. B. um Passwörter und andere private Daten auszuspähen.

Vorladungstermin Polizei/BKA: Internetbetrüger statt Bundeskriminalamt

Wer die E-Mail oder gar einen der Links aus der vermeintlichen Betrugswarnung geöffnet hat, sollte umgehend mittels Antivirusprogramm auf dem Rechner überprüfen, ob sich nicht bereits Malware auf dem Computer eingenistet hat. Achtet generell darauf, die Antivirensoftware auf dem PC regelmäßig upzudaten, um auch vor den neuesten Viren geschützt zu sein. Kostenlose Antivirusprogramme findet ihr in unserem Downloadbereich.

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Das Bundeskriminalamt wird regelmäßig als Urheber für Viren im Netz missbraucht. Besonders tückisch ist der BKA-Virus, der den Rechner sperrt, da dem Nutzer vorgeworfen wird, strafrechtlich relevante Inhalte im Netz angesehen zu haben oder illegal urheberrechtlich geschütztes Material heruntergeladen zu haben.

Generell gilt, öffnet niemals Links oder Anhänge, z. B. PDF-Dateien aus E-Mails, die euch suspekt vorkommen. Häufig bemerkt man eine Phishing-Mail bereits an verschiedenen Formulierungen oder grammatischen Aussetzern im Text. Zudem sollte man bei E-Mails von höheren Dienststellen skeptisch werden, wenn diese z. B. mit maskierten Links (tinyurl.com, bit.ly) etc. arbeiten.

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