AMD-Grafikkarten sind knapp und Bitcoins sind schuld daran

Stefan Bubeck 2

Warum sind bestimmte AMD-Grafikkarten kaum noch zu bekommen? Hardware-Experten fanden nun heraus: Die begehrte Hardware wird massenhaft von Bitcoin-Minern aufgekauft, um damit virtuelles Geld zu schöpfen.

AMD-Grafikkarten sind knapp und Bitcoins sind schuld daran
Bildquelle: Pixabay, CC0.

Offenbar ist es zur Zeit gar nicht so einfach, an eine der neuen Radeon RX 570 und Radeon RX 580 Grafikkarten zu kommen – von zahlreichen vorgestellten Modellen sind nur wenige lieferbar. Beide Polaris-Karten bieten viel Leistung für wenig Geld, aber wer sich als Spieler eine holen möchte, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Eine mögliche Ursache für die Hardware-Knappheit ist höchstwahrscheinlich die Kryptowährung Bitcoin beziehungsweise deren aktueller Boom.

AMD-Grafikkarten: Eine vom Bitcoin-Mining getriebenen Nachfrage

Ein einzelner Bitcoin ist derzeit über 2.400 US-Dollar wert, zum Jahresbeginn lag der Kurs noch knapp unterhalb der 1.000-Dollar-Marke. Dieses Hoch dürfte hinter der Grafikkarten-Knappheit stecken. Bitcoins sind virtuelles Geld, die auf Computern errechnet werden. Um sie zu „schürfen“ wird potente Hardware benötigt, manche Mainboardhersteller bieten sogar spezielle Mining-Systeme an, die sich mit mehreren Grafikkarten bestücken lassen.

PC selbst zusammenbauen.

Die Kollegen von Computerbase haben auf der Computex in Taiwan recherchiert und Grafikkarten- sowie Mainboardhersteller zu den Lieferschwierigkeiten der Radeon-Karten befragt. Deren Antwort: Bitcoin-Mining-Farmen kaufen mehrere Hundert Modelle in einem Rutsch, das Nachsehen hat der Privatkunde. Auch eine Quelle aus dem deutschen Handel bestätigt diese These. Es soll auch schon zu Engpässen bei leistungsfähigen Netzteilen kommen, die zur Stromversorgung der Grafikkarten benötigt werden.

Quelle: Computerbase

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