Der Erfolg der Krypto-Währung Bitcoin hat eine Schattenseite: Für Mining und Transaktionen wird Strom verbraucht – und zwar in gewaltigen Ausmaßen. Mittlerweile hat der weltweite Energieverbrauch ein Niveau erreicht, dass man von einer Gefahr für die Umwelt sprechen kann.

 

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Bitcoin: Größerer Stromverbauch als ganz Tschechien

Der jährliche Energieverbrauch von Bitcoin liegt aktuellen Schätzungen zufolge bei über 62 Terawattstunden (=62 Milliarden Kilowattstunden). Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von ganz Österreich und übertrifft bereits andere Länder wie Tschechien (61 TWh), Griechenland (53 TWh) oder Portugal (47 TWh). Bangladesch mit seinen 168 Millionen Einwohnern kommt auf 49 TWh.

Die weltweite Anzahl aller Bitcoin-Transaktionen von Ende Januar 2016 bis Ende März 2018. Bis Ende März 2018 wurden weltweit insgesamt rund 307,7 Millionen Transaktionen durchgeführt (Quelle: Statista / Blockchain)

Bitcoin hat nach Ansicht von Experten das Potenzial, einer der größten Umweltkiller dieses Planeten zu werden: Bitcoin-Mining ist pro erzeugter Einheit energieintensiver als der Abbau von Gold. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht 888 Kilowattstunden – je nach Stromquelle ist das mit einem bedeutenden Ausstoß an Kohlenstoffdioxid (CO₂) verbunden. Auch hier hilft der Vergleich: Ein deutscher Haushalt mit zwei Personen verbraucht rund 3.000 kWh – im Jahr!

Quellen: Grist, Digiconomist, CIA, Motherboard

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