Bitcoin-Erfinder enttarnt: Steckt dieses unbekannte Genie dahinter?

Selim Baykara

Wer ist der Erfinder der digitalen Währung Bitcoin? Lange Zeit wurde darüber spekuliert - jetzt gibt es neue Hinweise auf die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders. Die beiden Tech-Magazine „Gizmodo“ und „Wired“ haben zahlreiche Beweise vorgelegt, die das Geheimnis um den rätselhaften Bitcoin-Erfinder lüften könnten. Glaubt man den Indizien steckt dahinter ein 41-jähriger Australier, der bislang völlig unauffällig gelebt hat.

Bitcoins haben sich in den letzten Jahren zu einem echten Trend entwickelt: Die Digitalwährung ermöglicht eine weitgehend anonyme und unregulierte Zahlung über das Netz- inzwischen interessieren sich auch große Banken für die Internet-Währung. Wer sich die Bitcoins ausgedacht hatte, war bei all dem aber völlig unklar: Der Bitcoin-Erfinder war nur unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt - über die wahre Identität konnte nur spekuliert werden.

Bitcoin-Erfinder: US-Medien veröffentlichen Indizien

Die beiden US-Tech-Magazine „Wired“ und Gizmodo“ wollen jetzt neue Beweise gefunden haben, die Aufschluss über die echte Identität des Bitcoin-Erfinders geben. Den Berichten zufolge soll es sich dabei um den 41-jährigen Australier Craig Wright handeln. Wright soll den Berichten über mehrere Universitätsabschlüsse verfügen und zudem Doktortitel in Jura und Statistik tragen. Außerdem soll er auch mehrere Unternehmen gegründet haben, die sich mit Bitcoins und Digitalwährungen im Allgemeinen beschäftigen - für die breite Öffentlichkeit war er bislang dennoch ein völlig Unbekannter.

Erstmal in Erscheinung trat Wright auf einer Bitcoin-Investoren-Konferenz im Oktober 2015. Als er dort gefragt wurde, wie er von Bitcoin gehört hatte, verzog er amüsiert das Gesicht und sagte nur: „Ich habe mit all dem schon seit langer Zeit zu tun… Ich versuche vor allem, nicht aufzufallen.“ Auch wenn sich Wright in der Öffentlichkeit bescheiden gibt: Glaubt man den Medien-Berichten besitzt der Mann rund 1,1 Millionen Bitcoin. Nach dem aktuellen Kurs ( 1 Bitcoin = 380,- Euro) wären das über 400 Millionen Euro.

Schaut euch hier das Video an, das Gizmodo auf YouTube veröffentlich hat:

Ist Craig Wright wirklich der Erfinder von Bitcoin?

  • In ihren Berichten berufen sich“Wired“ und „Gizmodo“ vor allem auf E-Mails und alte Blog-Postings von Wright.
  • Zu den Belegen gehören u.a. ein PGP-Schlüssel - eine einmalige digitale Signatur - und eine Email-Adresse, die mit dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ in Verbindung gebracht wird.
  • Dazu kommt eine Transkription eines Gesprächs, das Wright mit der australischen Steuerbehörde geführt haben soll: Dort sagt Wright, er habe Bitcoin schon seit 2009 betrieben.
  • Die vorliegenden Dokumente legen zudem nahe, das Wright Bitcoin zusammen mit dem Computerspezialisten Dave Kleiman entwickelt habe - sein Partner verstarb allerdings 2013, so dass er nicht mehr als Zeuge befragt werden kann.

Wire: Indizien glaubwürdig aber nicht unwiderlegbar

Die Indizien sind durchaus glaubwürdig - beide Magazine weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich letztlich nicht um unwiderlegbare Beweise handele. „Wired“ schreibt dazu: Das alles könnte ein ausgeklügelter Streich sein, den sich Wright vielleicht selbst ausgedacht hat. Die vorliegenden Dokumente könnten teilweise oder sogar ganz gefälscht sein. Nur so viel ist klar: Sollte das der Fall sein, dann wäre dieser Streich im Endeffekt genauso ambitioniert wie Bitcoin selbst.“

Ihr kennt Bitcoins bislang nur vom Hörensagen? Dann lest diesen Artikel: Hier kann man Bitcoins kaufen: Tipps, Infos und Preise.

Bildquelle Screenshots: YouTube

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