Bitcoin Faucet: Kann man damit wirklich Geld verdienen?

Selim Baykara

Mit einem Bitcoin Faucet kann man angeblich ohne großen Aufwand ein paar Bitcoins gratis nebenher verdienen, etwa in dem man an Spielen teilnimmt oder bestimmte Webseiten besucht. Funktionieren diese Bitcoin Faucets wirklich wie versprochen? Wir haben uns schlaugemacht.

Faucet heißt auf Englisch Wasserhahn oder Zapfhahn. Ein Bitcoin Faucet ist also wie ein Wasserhahn aus dem die Bitcoins fließen. Allerdings – um im Bilde zu bleiben – nur tröpfchenweise und nicht in fließenden Strömen. Reich werdet ihr mit solchen Seiten nämlich nicht – das Sammeln der Bitcoin ist ziemlich mühselig und lohnt sich auf lange Sicht gesehen eigentlich nicht wirklich.

Bitcoin Faucet: Gratis-Bitcoins abstauben

Das Prinzip von Bitcoin Faucets ist schnell erklärt. Es handelt sich dabei um Webseiten, bei denen die Betreiber Satoshis verschenken, also die kleinste Einheit der Bitcoin. Dafür müsst ihr euch auf der Seite Werbung ansehen, beispielsweise in Form eines Videos oder mit Bannern auf der Webseite. Alternativ könnt ihr auch an Minispielen teilnehmen und werdet dafür belohnt.

Für die Betreiber der Bitcoin Faucets lohnt sich dieses Vorgehen, da sie Einnahmen durch die Werbung erzielen (entweder durch Banner, Videos oder Werbung in Mini-Spielen). Dazu kommt, dass die Belohnung bei Bitcoin Faucets in der Regel sehr gering ausfällt. Auf den meisten Seiten erhaltet ihr gerade einmal 100 bis 250 Satoshis und ihr müsst nach jedem Besuch der Webseite natürlich eine gewisse Zeit verstreichen lassen, bis ihr erneut eine Belohnung erhaltet. Einen Adblocker könnt ihr auf den Seiten natürlich nicht benutzen.

Lohnt es sich Bitcoin Faucets zu benutzen?

Die Frage, ob sich Bitcoin Faucets lohnen, kann man ganz klar beantworten: Nein – zumindest nicht für euch. Für die Betreiber der Faucets kann sich das durchaus lohnen, da sie auf diese Weise mehr Aufrufe für Werbeanzeigen bekommen – und im Online-Business wird bekanntlich in der Regel per Klick abgerechnet. Das heißt konkret: Für jede von euch erzeugte ad impression, d.h. das Aufrufen von Werbemitteln auf der Seite des Faucets, sieht der Betreiber Geld. Und zwar vermutlich wesentlich mehr als die paar Satoshis, die ihr für einen Besuch erhaltet.

Dazu ein kurzes Rechenbeispiel:

  • Angenommen ihr bekommt 150 Satoshi für den Besuch der Seite und könnt alle 60 Minuten eine Belohnung einfordern.
  • Bei einem Bitcoin-Kurs von 8000 Euro ist ein 1 Satoshi derzeit rund 0,00008 Euro wert.
  • Bei 150 Satoshis bekommt ihr insgesamt 0,012 Euro also etwas mehr als 1 Cent.
  • In 8 Stunden kommt ihr damit also auf die sagenhafte Summe von 8 Cent.

Natürlich kann man sich bei mehreren Bitcoin-Faucets gleichzeitig anmelden und das wird von den Betreibern dieser Seiten auch empfohlen. Teilweise sind die Auszahlungszeiten auch kürzer und ihr könnt alle 5 Minuten einen Gewinn einstreichen. Selbst wenn ihr den ganzen Tag nichts anderes macht, als von früh morgens bis spät in die Nacht Bitcoin Faucets aufzurufen werdet ihr aber nur schwerlich mehr als 1 oder 2 Euro dafür bekommen.

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Fazit

Bitcoin Faucets klingen im ersten Moment toll. Wenn man das Ganze durchrechnet, wird aber relativ schnell klar, dass sich das Modell nur für die Anbieter und nicht für den Nutzer lohnt. Falls ihr auch nur ansatzweise etwas Besseres mit eurer Zeit zu tun habt, solltet ihr daher einen Bogen um diese Seite machen und euch eine sinnvollere Beschäftigung suchen.

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Wie sehen eure Erfahrungen mit Bitcoin Faucets aus? Seht ihr das Ganze anders? Habt ihr vielleicht schon mal einen echten Gewinn damit gemacht? Schreibt uns in den Kommentaren!

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