Capture .NET

Marco Kratzenberg

Der ungewöhnliche Name Capture .NET steht für ein kleines Alleskönner-Tool, das sich selbst als Schweizer Messer der PC-Tools bezeichnet. Der Funktionsumfang ist riesig und fängt bei Bildschirmfotos gerade erst an.

Erstaunlich ist, dass das Programm nur aus einer Datei besteht, die portabel auch von einem USB-Stick gestartet werden kann. Die Nutzung ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sich alle Elemente der Anwendung auf engem Raum tummeln. Aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, wird man es nicht mehr missen wollen. Darauf zählt natürlich auch der Entwickler, weshalb es neben der hier vorgestellten Freewareversion auch noch eine kostenpflichtige Pro-Version gibt.

Capture .NET hat unzählige Funktionen

Man kann sich lange mit Capture .NET beschäftigen und entdeckt doch immer noch etwas Neues. Schon die Standardfunktionen würden für viele von uns ausreichen, das Programm zu nutzen. In einem kleinen Schwebefenster sehen wir die aktuelle Uhrzeit, das Datum, das Sternzeichen sowie einen Monatskalender und ein Bildschirmlineal.

Das Programmfenster schwebt über allen anderen Fenstern und lässt sich ständig erreichen. Selbstverständlich kann man das auch umstellen, ebenso wie die Sprache, die anfangs englisch ist. Was fehlt, ist eine echte Hilfefunktion oder eine Dokumentation. Denn Capture .NET hat tatsächlich so viele raffinierte Möglichkeiten und Funktionen, dass man schon einen ganzen Nachmittag damit verbringen kann, alles zu finden. Ein erweitertes Menü und die Einstellungen erreicht man durch einen Rechtsklick auf das Programmfenster. Führt man die Maus an den linken Fensterrand, dann wird ein Menü aus Icons angezeigt.

Das Tool beinhaltet einen Wecker, Post-It Klebezettel (die in den Kalender integriert werden) und ein Backup-Programm. Man kann Bildschirmfotos aller Art damit erstellen und die Bilder anschließend sogar bearbeiten. Liegen andere Bilder im falschen Format oder der falschen Größe vor, so kann Capture .NET sogar Bildformate konvertieren und dabei die Bildmaße ändern. Ein Schnellstartmenü kann den Rechner runterfahren oder neustarten, den Bildschirmschoner starten und enthält sogar eine Kommandozeile. In den Einstellungen lässt es sich im Übrigen auch noch nach Belieben um eigene Einträge erweitern.

Capture .NET Professional lässt den Kopf platzen!

Mit der Aufzählung der Grundfunktionen von Capture .NET bin ich noch gar nicht fertig. So habe ich die Erinnerungsfunktion, die Bildschirmlupe oder die Möglichkeit, mit einem Stift auf dem Bildschirm zu malen, noch gar nicht erwähnt. Trotzdem ist das noch längst nicht alles. Und in der Pro-Version bekommen wir für eine einmalige Zahlung von 15 Dollar noch viel mehr.

Eine Inspector genannte Funktion gibt uns zahlreiche Überwachungstools für Windows-Funktionen, Programme und Prozesse an die Hand. Das Tweak-Menü kann viele versteckte Windowseinstellungen aktivieren. Ein Dateimanager kann Dateien suchen, schneiden und zusammenfügen oder auch Dateiattribute ändern. Für wenige Geld bekommen wir noch zahlreiche andere Sonderfunktionen, für die es zwar immer auch hier oder da ein kostenloses Tool gibt, aber noch nie waren die alle so handlich an einem Ort zusammengefasst.

Übrigens, kleiner Tipp: Wenn man nicht immer das ganze Programmfenster im Vordergrund haben, es aber auch nicht ganz abschalten will, kann man immer noch die „Slidefunktion“ nutzen. Ganz links oben gibt es ein kleines Icon mit einem Strich. Ein Klick darauf lässt Capture .NET an den rechten Bildschirmrand rutschen und zu einem schmalen Streifen zusammenschnurren. Derselbe Klick kann das Fenster wieder aufrollen.

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