Stellt CarPlay, Apples iOS-Integration ins Auto, ein Sicherheitsrisiko dar? Einigen Experten zufolge ist das der Fall: Die Integration von Smartphones in den Auto-Computer könnte ein weiterer Faktor werden, der Fahrer vom eigentlichen Autofahren ablenkt.

 

CarPlay

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CNN Money widmet sich in einem Artikel den möglichen Sicherheitsrisiken durch eine Smartphone-Integration im Auto - wie Apples >CarPlay> oder Googles Projekt im Rahmen der Open Automotive Alliance.

Der Artikel zitiert David Teater, ein Vertreter des Non-Profit-Organisation National Safety Council, dem zufolge die Automobil- und die Elektronik-Branche sich in einem „Wettrüsten“ um Technologien befänden, die es Fahrern erlaubten, andere Dinge als das eigentliche Fahren zu tun. „Wir sind darüber sehr besorgt“, so Teater.

Apple und Google bewerben ihre Technologien damit, dass sie komplett „Hands-free“ funktionieren, der Fahrer sein Smartphone also durch Spracherkennungssoftware wie Apples Siri bedienen kann, ohne sein iPhone in die Hand nehmen zu müssen. Apples iOS-Marketing-Vizepräsident Greg Joswiak spricht von „minimierter Ablenkung“.

CNN Money verweist darauf, dass Fahrer auch dann, wenn sie mit ihren Augen auf die Straße schauen, nicht unbedingt bei der Sache sein müssen - Smartphones mit Sprachfernsteuerung oder Freisprecheinrichtung könnten für eine „kognitive Ablenkung“ sorgen; dass der Fahrer also mit den Augen, nicht aber mit den Gedanken wirklich auf den Straßenverkehr achtet.

Dennoch sei die Zahl der Unfälle in den USA in den letzten zehn Jahren, in die auch der Siegeszug der Smartphones fällt, zurückgegangen. Dies sei möglicherweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass Autohersteller Technologien entwickelt haben, um eine Ablenkung des Fahrers auszugleichen - beispielsweise Warnsignale oder automatisches Bremsen zur Vermeidung von Auffahrunfällen. Solche Systeme seien laut Russ Rader vom Insurance Institute for Highway Safety eine Möglichkeit, um dem Problem der Ablenkungen für den Fahrer Herr zu werden.