Porsche unterstützt Apple CarPlay, verweigert Google Zugriff auf Fahrzeugdaten (Update)

Holger Eilhard 5

Im Streit der Giganten konnte Apple den Konzern aus Zuffenhausen für seine Fahrzeug-Lösung CarPlay gewinnen. Googles Android Auto wird von Porsche hingegen nicht unterstützt, da der Suchmaschinen-Riese zu viele Daten verlangt hatte.

Wie Motor Trend berichtet, hat sich Porsche für das Modelljahr 2017 des Porsche 911 ausschließlich für Apples CarPlay entschieden. Einen technischen Grund, warum man Android Auto nicht unterstützen wird, soll es nicht geben.

Der Grund sei vielmehr die Privatsphäre aufgrund der Datenmenge, die Google für die Nutzung von Android Auto verlangt. Laut Motor Trend verlangt das Unternehmen aus Mountain View Details wie Geschwindigkeit, Gaspedal-Position, Öl- und Wassertemperatur, Drehzahl, etc. Google verlangt quasi den kompletten Datensatz, der via OBD-II ausgelesen werden kann.

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Die so gesammelten Daten sollen aber nicht nur im Fahrzeug verbleiben, sondern auch an Google in Mountain View übertragen werden.

Apple hingegen verlangt für die Nutzung von CarPlay nur die Information, ob sich das Auto bei der Nutzung des Systems bewegt oder nicht.

Der Grund ist aber nicht nur die Privatsphäre, sondern auch Googles eigene Pläne ein Auto zu bauen. Daher ist es verständlich, dass Porsche technische Details, wie sie der Konzern aus Mountain View verlangt, nur ungern mit anderen teilen möchte.

Weiter weckt die von Google geforderte Informationsflut Bedenken, ob diese Daten auch von anderen Fahrzeug-Herstellern verlangt werden oder ob es sich hierbei um eine spezielle Behandlung von Porsche handelt.

Update: Gegenüber Android Police sagte Google, dass man keine derartigen Daten sammele.

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