Toyota setzt statt CarPlay und Android Auto auf Fords Open-Source-Software

Florian Matthey 1

Apple und Google haben für CarPlay und Android Auto, die Inhalte des Smartphones auf den Bord-Computer eines Autos bringen, mittlerweile zahlreiche Autohersteller gewonnen. Nicht aber den weltgrößten: Toyota setzt auf eine Open-Source-Lösung von Ford.

Toyota setzt statt CarPlay und Android Auto auf Fords Open-Source-Software

Die Open-Source-Software SmartDeviceLink (SDL) von Ford erlaubt es ähnlich wie CarPlay oder Android Auto, über das Armaturenbrett und den Bord-Computer eines Autos auf Inhalte und Apps eines Smartphones zuzugreifen. Doch nicht nur Marken aus dem Ford-Konzern setzen auf die Technologie – mit Toyota ist jetzt der weltgrößte Autohersteller hinzugekommen, wie Ford im Rahmen der CES 2016 in Las Vegas verkündete.

CNBC merkt an, dass die Entscheidung verdeutliche, dass Automobil-Hersteller bemüht seien, sich die Ausgestaltung ihrer digitalen Systeme nicht von Apple und Google diktieren zu lassen. Mit Peugeot Citroen, Honda, Subaru und Mazda seien auch einige weitere Unternehmen an der Ford-Software interessiert. Ford selbst will neben SDL allerdings mit den eigenen Modellen auch CarPlay und Android Auto unterstützen.

Möglicherweise erklärt sich das Bestreben, von Apple und Google unabhängig zu bleiben, auch dadurch, dass beide Unternehmen größere Pläne für den Automobilmarkt zu haben scheinen: Google experimentiert seit Jahren offen mit selbstfahrenden Autos. Bezüglich Apple gibt es seit rund einem Jahr das Gerücht, dass das Unternehmen ein eigenes Elektroauto planen könnte.

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