CrossOver bringt Windows-Programme auf Chrome OS

Philipp Gombert

Chrome OS mutiert zunehmend zu einer vollwertigen Alternative neben etablierten Desktop-Betriebssystemen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die vollständige Unterstützung des Play Stores, sodass jegliche Android-Apps unter Chrome OS genutzt werden können. Die Entwickler von CodeWeavers wollen noch mehr aus der Software herausholen und bringen jetzt sogar Windows-Programme auf das Google-System.

CrossOver on Google Chromebook - It Just Works.

Eine Verschmelzung von Chrome OS und Android wird von Google abgelehnt. Dass die beiden Systeme immer näher aneinander rücken, ist jedoch unverkennbar. Mit der Integration des Play Stores und damit einhergehenden Unterstützung diverser Android-Apps will Google das Desktop-System konkurrenzfähiger und attraktiver machen. Derzeit befindet sich die Funktion in einer unausgereiften Beta-Phase, doch geht man definitiv in die richtige Richtung.

Windows-Programme unter Chrome OS

Das Entwicklerteam von CodeWeavers denkt noch einen Schritt weiter. Mit CrossOver — basierend auf dem Open-Source-Projekt Wine — möchte man Windows-Programme auf Chrome OS zum Laufen bringen. Das Ganze funktioniert ohne Dual-Boot oder virtuelle Maschine und ist bereits für Mac OS sowie Linux verfügbar. Mit der Integration von Android-Apps in Chrome OS wurde den Entwicklern die entscheidende Tür für die Unterstützung von CrossOver auf dem Desktop-System von Google geöffnet.

Im Grunde ist das Prinzip recht einfach: CrossOver emuliert als Android-App Windows-Programme. In einem ersten Video zeigt das Unternehmen den aktuellen Entwicklungsstand. Die Anwendung emuliert die Windows-Umgebung und startet Steam, anschließend kann sogar „Limbo“ gespielt werden. Dabei macht CrossOver schon jetzt einen recht flüssigen Eindruck.

CrossOver noch in geschlossener Beta-Phase

Für eine offene Beta-Phase ist es allerdings noch zu früh — derzeit dürfen nur ausgewählte Personen mit dem Programm arbeiten. Interessierte können sich aber an die Entwickler wenden und um eine Testversion bitten. Voraussetzung ist ein Chromebook oder Android-Gerät mit Intel-Prozessor. Insgesamt eine spannende Geschichte, die Chrome OS künftig noch interessanter und als echte Windows-Alternative etablieren könnte.

Quelle: CodeWeavers via GoogleWatchBlog

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