Cyanogen Inc. sammelt 110 Millionen US-Dollar von Investoren – ohne Microsoft

Kaan Gürayer 1

In einer neuen Finanzierungsrunde soll sich Cyanogen Inc. frisches Kapital in Höhe von 110 Millionen US-Dollar gesichert haben, wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet. Microsoft, dem in der Vergangenheit immer wieder Interesse an den Entwicklern der CyanogenMod nachgesagt wurde, soll allerdings nicht zu den Investoren gehören. Ganz vom Tisch ist eine mögliche Partnerschaft zwischen der Cyanogen Inc. und dem Softwarekonzern aber nicht. 

Cyanogen Inc. sammelt 110 Millionen US-Dollar von Investoren – ohne Microsoft

Seitdem Satya Nadella 2014 das Ruder bei Microsoft übernommen hat, verfolgt das Unternehmen aus Redmond eine ganz neue Strategie im Umgang mit der Konkurrenz: „Mobile first, Cloud first“ lautet das neue Mantra, das Dienste und Services Microsofts auf so viele Plattformen wie möglich bringen soll. Die Tage, in denen der Windows-Hersteller sich abschottete und auf Exklusivität setze, sind also vorbei. So überraschte es dann auch wenig, als Ende Januar  Gerüchte aufkamen, Microsoft sei an einem Investment in Cyanogen Inc. interessiert. Die Macher der beliebten CyanogenMod haben Google unlängst den Kampf angesagt und wollen Android aus den Händen des Suchmaschinenbetreibers befreien. Die ideale Gelegenheit für Microsoft also, durch ein Investment in Cyanogen Inc. die eigenen Dienste und Services in die CyanogenMod zu bringen und damit auf einen Schlag Millionen neuer Nutzer zu gewinnen. Doch soweit wird es – zumindest vorerst – nicht kommen, berichtet jetzt Bloomberg.

Unter Berufung auf anonyme Quellen, die mit der Materie vertraut sein sollen, berichtet der Wirtschaftsdienst aktuell über eine neue Finanzierungsrunde, die die Cyanogen Inc. erfolgreich abgeschlossen haben soll. Demnach habe sich die Software-Schmiede von Investoren und Risikokapitalgebern frisches Geld in Höhe von 110 Millionen US-Dollar gesichert. Microsoft stand dem Vernehmen nach mit Cyanogen Inc. zwar in Verhandlungen über ein mögliches Investment, entschied sich dann aber gegen ein finanzielles Engagement. Auch wenn der Windows-Konzern derzeit kein Interesse an einem Investment habe, sei eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der Cyanogen Inc. denkbar, zitiert Bloomberg auf eine Person, die der Finanzierungsrunde beiwohnte.

In der Tat steht Microsoft vor einem großen Problem mit seinen Android-Ambitionen: Der Konzern kann zwar ohne Probleme Apps in den Play Store bringen, doch damit OneNote, Office – und neuerdings vielleicht auch Cortana – ihren vollen Nutzen entfalten, müssen sie tief ins System integriert werden. Diese Tiefe könnte eine Zusammenarbeit mit Cyanogen Inc. tatsächlich ermöglichen.

Quelle: Bloomberg

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