Cyanogen Inc. in der Krise: Firmengründer Steve Kondik rausgeworfen

Philipp Gombert 2

Cyanogen Inc. — das Unternehmen hinter der beliebten CyanogenMod-ROM — befindet sich in einer Krise. Nach dem Kurswechsel im Oktober folgen nun weitere Konsequenzen: Mitgründer Steve Kondik muss sein Büro räumen.

Das Unternehmen hinter der beliebten Android-ROM CyanogenMod durchlebt bereits seit geraumer Zeit eine Krise. Aufgrund des ausbleibenden Erfolgs und finanzieller Schwierigkeiten verkündete Cyanogen Inc. nun entsprechende Maßnahmen: Das Hauptquartier in Seattle wird bis zum Jahresende geschlossen, zudem trennt man sich von Steve Kondik — Mitgründer des Unternehmens.

Erst im Oktober entschied sich Cyanogen Inc. für einen Kurswechsel. Cyanogen OS wurde von einem vollständigen Betriebssystem zu einem modularen Baukasten umfunktioniert. Es kam zum Wechsel der Geschäftsführung, darüber hinaus verließ Steve Kondik den Vorstand und nahm eine neue Position als Leiter der Forschungsabteilung unter dem Titel Chief Science Officer ein. Jetzt ist jedoch endgültig Schluss für den Mitbegründer.

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Kondik: Ehemaliger CEO Kirt McMasters Schuld

Kondik soll in einer privaten Google-Plus-Gruppe für CyanogenMod-Entwickler insbesondere dem ehemaligen CEO Kirt McMasters die Schuld an dem Misserfolg des Unternehmens gegeben haben. Das Arbeitsklima habe sich aufgrund schlechter Geschäfte sowie abschreckender Aussagen des CEOs deutlich verschlechtert. Entgegenwirkende Bemühungen seitens Kondik konnten angeblich keine Verbesserung herbeiführen. Allerdings sei sich Kondik auch seiner Mitschuld bewusst, schließlich habe er McMasters in diese Position gebracht.

Wie es um die Zukunft der beliebten Custom-ROM CyanogenMod steht, ist unbekannt. Die Verhältnisse sind jedoch schwierig, da sich die Markenrechte sowie geistiges Eigentum im Besitz von Cyanogen Inc. befinden. Dennoch könne sich Kondik eine Crowdfunding-finanzierte Wiedergeburt der ROM bei entsprechender Nachfrage vorstellen.

Kondik: Gutes Verhältnis zu OnePlus-CEO Carl Pei

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Unter einem Artikel von Android Police zu der Krise von Cyanogen Inc. äußerte sich Kondik zu der Situation zwischen dem Unternehmen um die Custom-ROM und OnePlus. Mittlerweile sei das Verhältnis zu Carl Pei — dem CEO von OnePlus — wieder normal. Pei habe ihm sogar ein OnePlus 3 zukommen lassen, inklusive Gravur seines Namens.

Quelle: Pro Linux

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