CyanogenMod: Account und Device Finder vorgestellt

Lukas Funk 19

Apple hat ihn schon lange, Google erst seit kurzem und auch die CyanogenMod will in der nahen Zukunft einen Service anbieten, welcher es Nutzern erlaubt, vom Rechner aus ihr Smartphone zu orten und gegebenenfalls zu löschen. Hierzu nötig sind sowohl ein CyanogenMod Account als auch der Server-basierte Device Finder, welche in der vergangenen Nacht vorgestellt wurden.

CyanogenMod: Account und Device Finder vorgestellt

Apple bietet mit Find my iPhone/iPad/iPod/Mac schon seit Jahren einen Service an, welcher das Aufspüren und Löschen dieser Geräte erlaubt, sollten sie verloren gehen oder gestohlen werden. Und so ist es etwas verwunderlich, dass Google erst in den vergangenen Wochen mit dem Android Device Manager ein ähnliches Angebot gestartet hat — zumal einige Drittanbieter diesen Dienst schon länger für Android im Programm haben.

Doch nicht nur milliardenschwere Unternehmen können einen solchen Service bieten. Wie das Team der CyanogenMod letzte Nacht ankündigte, wird das Custom ROM einen Device Finder aktivieren, mit welchem CM-Nutzer ihre verlegten oder entwendeten Smartphones und Tablets lokalisieren und löschen können. Möglich ist dies durch die Authentifizierung über den ebenfalls neuen CyanogenMod-Account. Dieser wird mit kommenden Releases des ROM verteilt und ist für die Ortung notwendig, ansonsten aber komplett fakultativ. Wer sich trotz der Privatsphäreversprechen und der verwendeten, offen einsehbaren Verschlüsselungstechnik also unwohl dabei fühlt, seine Daten zu hinterlegen, wird dazu nicht gezwungen — muss dann allerdings auf das Ortungs-Feature verzichten. Der Quellcode des Device Finder kann ab sofort im Repository begutachtet werden, seinen Weg in kommende Builds wird er aber erst nach eingehender Prüfung finden.

Auch in puncto Sicherheit wird die Mod zukünftig neue Wege gehen: So kündigte man für die kommenden Releases einen dualen Rollout an, bestehend aus User- und Entwicklerversionen. Dabei wird die Version für Endnutzer auf einen regulären Signaturschlüssel zurückgreifen, was eine Manipulation des ROM vor dem Flashen verhindert. Die Variante für Devs wird dagegen weiterhin mit unsicheren Test-Keys signiert sein, um eine maximale Hackbarkeit zu gewährleisten.

Quelle: CyanogenMod, CyanogenMod auf Google+

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