CyanogenMod: Aufteilung in Pro- & Community-Edition, neue Features angekündigt

Frank Ritter 18

Neues von der CyanogenMod. Die Macher der Custom ROM gaben bekannt, dass man künftig mit der Pro- und der Community-Edition zwei Varianten der CM veröffentlichen wolle, die sich an Einsteiger und Fortgeschrittene richteten. Überdies gab man einen Einblick in die Features, die in den der nächsten Zeit hinzugefügt werden.

In Texas fand vergangene Woche das Big Android BBQ statt, ein lockeres Beisammensein der Developer-Community bei dem es neben Würstchen und Bier auch ein wenig Programm gab. Ein Highlight des Events war sicherlich die Ankündigung von Guillaume „XplodWild“ Lesniak, mit Omni ROM künftig eigene Wege zu gehen. Aber auch vom Team der CyanogenMod gibt es Neues zu berichten. Wie auf der Veranstaltung bekannt gegeben wurde, werden es künftig zwei verschiedene Versionen der CyanogenMod existieren: die Pro- und die Community-Edition.

Zwei Editionen der CyanogenMod

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Die Pro-Version ist, anders als der Name zunächst impliziert, keine Variante für Profis oder gar eine, die Geld kostet - ganz im Gegenteil. Sie richtet sich vielmehr an Einsteiger ohne großes technisches Hintergrundwissen, die in die CyanogenMod „hineinschnuppern“ möchten oder an CM-Fans, die die Custom ROM auch weniger technisch bewanderten Bekannten und Verwandten näherbringen möchten. Die Pro-Version zeichnet sich durch folgende Aspekte aus:

  • Im Hinblick auf Sicherheit entworfen
  • Mit Private Keys signiert
  • Vereinfachte und automatische Updates alle zwei Wochen
  • Baut auf dem Open Source-Projekt auf
  • Root ist deaktiviert, kann aber einfach aktiviert werden

Die Community Edition ist wiederum überwiegend das, was bislang die Nightly Builds darstellten:

  • Eine Distribution, die für Modifizierbarkeit („Hackability“) entworfen wurde.
  • Mit bekannten Keys signiert
  • Root standardmäßig aktiv
  • Von der Community befeuert
  • Hochflexibles Update-Tool

Neue Features in der CyanogenMod

Daneben hat das Team auch einen kleinen Einblick in neue Funktionen gegeben, die künftig Einzug in das Custom ROM halten werden. Hier eine Folie aus der Präsentation:

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Mit den Recent Conversations erhält man einen Ordner, in dem die am häufigsten kontaktierten Kontakte angezeigt werden. Ein Klick auf die entsprechende Person öffnet zudem die Messaging-App, mit der man zuletzt kommuniziert hatte. Secure Messaging beschreibt das Framework für Verschlüsselung von Kurznachrichten, über die wir bereits berichtet hatten. Universal Screencasting stellt praktisch den Überbegriff für die Funktionalität dar, die wir ebenfalls kürzlich vorgestellt hatten. Damit soll man über diverse Protokolle, von Miracast über Chromecast bis hin zu Apple AirPlay, die Inhalte auf dem Bildschirm auf einen weiteren Screen transferieren. Nützlicher Nebeneffekt: Der Stream kann auch am Gerät mitgeschnitten werden. Mit dem Punkt Themes Everywhere ist gemeint, dass es künftig noch mehr Möglichkeiten geben wird, das Aussehen des Betriebssystems anzupassen. So ist auch in dem Bild auf der Folie übrigens das Nox Icon Theme zu sehen - möglich, dass der Launcher künftig endlich Icon Packs unterstützt. Ebenjener Launcher und die Gallery bekommen dann offenbar auch eine Generalüberholung, wie die letzten beiden Punkte nahelegen. Letztere konnte bereits kurz im gestrigen Screencast-Demovideo von Koush besichtigt werden. Des Weiteren wertet man auch die Funktionalität des CM Account auf. Künftig werde man darüber nicht nur sein Gerät orten und löschen können – auch Backups und der Transfer von Einstellungen von einem Gerät auf das andere sollen ermöglicht werden.

Im Großen und Ganzen scheint es, dass die Professionalisierung der CyanogenMod gut tut. Bleibt abzuwarten, wann die neuen Features erscheinen und wie gut sie umgesetzt sind. Aus unserer Sicht ist am Wahrscheinlichsten, dass man den Release von Android 4.4 abwartet und die neuen Funktionen erst in die dann erscheinende CM 11 hinein gibt. Warten wir es ab.

Quelle: CyanogenMod (2) [via Android Authority]

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