CyanogenMod: Mehr Privatsphäre dank Inkognito-Modus für Apps

Lukas Funk 3

Das beliebte Custom ROM CyanogenMod soll in Kürze einen Inkognito-Modus erhalten. Dieser erlaubt es, einzelnen Apps Geräte- und Accountdaten vorzuenthalten und dient so dem Schutz der Privatsphäre. Über eine Schnittstelle können Drittanbieter ihre Anwendungen mit dem neuen Feature konform machen.

Smartphones und Privatsphäre müssen heutzutage leider allzu oft als konträre Begriffe bezeichnet werden. Je mehr sich Nutzer im Alltag auf ihre Geräte und damit auf die Services verschiedener Anbieter verlassen, desto höher ist die Gefahr, dass private Daten ihren Weg auch ungewollt auf fremde Server finden.

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Steve Kondik alias Cyanogen, Gründer des wohl bekannten Android-Custom ROMs CyanogenMod, ist sich dieses Umstands bewusst und will nun Abhilfe schaffen. In einem Posting auf Google+ kündigte er just einen Inkognito-Modus für Apps an, welcher in naher Zukunft seinen Weg in den Quellcode des ROM finden soll. Mit diesem können CM-Nutzer einzelnen Anwendungen leere Daten zuzuspielen, statt ihnen tatsächlich Zugriff auf Kontakte, SMS-Verlauf, Geolocation und diverse weitere identifizierende Informationen zu geben. Wollen Drittanbieter das Nutzen ihrer Apps im Inkognito-Modus unterbinden, so steht ihnen hierfür eine Schnittstelle (API) zur Verfügung.

Diese ist der größte Unterschied zu einem ähnlichen Feature, welches schon in der CyanogenMod 7 diskutiert wurde. Dieses erlaubte, einzelnen Anwendungen ihre Berechtigungen zu entziehen. Auf Grund von Instabilität sowie Protesten seitens Nutzern, Entwicklern und Google selbst wurde der Patch damals aber nicht in CyanogenMods Quellcode integriert.

Beschäftigt ihr euch in Zeiten der Cyber-Überwachung à la PRISM verstärkt mit dem Thema Privatsphäre? Werdet ihr das Inkognito-Feature nutzen, sobald es verfügbar ist? Meinungen dazu haben im Kommentarbereich Platz.

Quelle: Steve Kondik auf Google+

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