Koushik Dutta: „Koush“ verlässt Cyanogen Inc. – geht zurück zu ClockworkMod

Rafael Thiel

In all den Jahren hat Koushik Dutta – besser bekannt als „Koush“ – es geschafft, sich in der Android-Welt einen Namen zu machen. Zuletzt gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Cyanogen Inc., unter deren Ägide die beliebte Custom ROM CyanogenMod weiterentwickelt wird. Nun verlässt „Koush“ jedoch das noch junge Unternehmen, um wieder vermehrt an Projekten unter dem ClockworkMod-Label arbeiten zu können.

Koushik Dutta: „Koush“ verlässt Cyanogen Inc. – geht zurück zu ClockworkMod

Koushik „Koush“ Dutta hat in seinen Jahren als eifriger Android-Entwickler an zahlreichen Projekten gearbeitet: Während er sich zu Beginn eher auf Produkte für die Root- und Modding-Szene konzentrierte, wie etwa das Recovery-Modul  ClockworkMod oder den praktischen ROM Manager, spricht er mit Helium Backup und nicht zuletzt AllCast eine breitere Zielgruppe an. Die Arbeit an derartigen Projekten kam ihm in letzter Zeit allem Anschein nach zu kurz, weshalb er letzten Monat die Cyanogen Inc. verlassen hat.

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Koushik Dutta inmitten der restlichen Gründungsmitglieder von Cyanogen Inc.

Bei Cynogen Inc. sei er als Gründungsmitglied für Anwerbungen, Produkt- und Projekt-Management, technische Unterstützung und allgemeine Strategieentscheidungen zuständig gewesen, wie „Koush“ im Interview mit Android Police verlauten lässt. Allerdings vermisste er die alltägliche Arbeit der Programmierung und Entwicklung, da seine Fähigkeiten auf dem Gebiet innerhalb des Unternehmens nur gelegentlich zur Hilfeleistung zum Tragen kamen. Nichtsdestotrotz verspricht er weiterhin zum Open-Source-Projekt CyanogenMod beizutragen.

Fürs Erste liegt sein Fokus jedoch auf der App AllCast, welche das Streaming von lokalen oder in der Cloud gelagerten Daten auf diverse Set-Top-Boxen – darunter selbstredend der Chromecast von Google – ermöglicht. Zukünftig soll AllCast Medien aus mehr Quellen abrufen können, geplant sind diverse Cloud-Dienste sowie durch eine Chrome-Erweiterung auf dem Computer gespeicherte Daten. Neben seiner Arbeit an Mirror, beabsichtigt er seinen ROM Manager zu überarbeiten, was „schon lange fällig ist“. Außerdem äußert er sich zu einigen Ideen, welche die Benutzung von Icon-Packs und Widgets verbessern sollen. Die ClockworkMod Recovery dagegen wird nicht weiter ausgebaut, da sie seines Erachtens die grundlegenden Funktionen zuverlässig ausführt.

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Darüber hinaus hat Koushik Dutta trotz Anlaufschwierigkeiten Lob für die Arbeit des Chromecast-Teams übrig, genauso wie er zufrieden ist ob der Unterstützung durch Google für unabhängige Android-Entwickler wie ihn. Nach Meinung von Koush wird Android Wear zudem den hartumkämpften Wearable-Markt erobern und ein solides Ökosystem erzeugen. Zwar ist er nicht sonderlich begeistert von Google Glass, doch zeigt er sich gespannt über zukünftige Entwicklung und lobt Google für die Bemühungen, ein derart neuartiges Produkt den Menschen schrittweise näher zu bringen – sobald es ähnlich intelligente Google Kontaktlinsen gibt, sei er an Bord, so Koush.

Zu guter letzt hat Koush einen Rat für ambitionierte Android-Entwickler: Ihm zufolge ist es wichtig, sich vielfältiges Wissen anzueignen – dazu gehört neben Android- auch Web-Entwicklung und sogar Design. Denn mit breitgefächertem Know-How kann eine einzelne Person solche Projekte effizient angehen, die für ein Unternehmen für gewöhnlich den Aufwand nicht wert erscheinen. Durch das Schließen einer kleinen aber signifikanten Marktlücke kann sich ein unabhängiger Entwickler auszeichnen und infolgedessen (finanziell) herausstechen. Sollte es von Beginn an nicht reibungslos funktionieren, „keep trying“.

Das komplette Interview kann man bei Android Police nachlesen.

AllCast
Entwickler:
InstantBits Inc
Preis: Kostenlos

Bildquelle: Koushik Dutta @Google+

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