VR-Headset Daydream View von Google vorgestellt: Neuer Stoff für die Realitätsflucht

Rafael Thiel

Mit Daydream möchte Google sich im VR-Geschäft besser positionieren. Doch mit der Software-Plattform für Android 7 ist es natürlich nicht getan. Um die Möglichkeiten aufzuzeigen und Nutzer von Virtual Reality zu überzeugen, hat Google soeben die Daydream View vorgestellt. Das VR-Headset kommt im November zu einem überraschend niedrigen Preis auf den Markt.

Introducing Daydream View – VR Headset by Google: Commercial.

Einfach und funktional: Die neue Daydream View von Google

Daydream View übernimmt eine Doppelrolle: Das VR-Headset dient einerseits als Beispiel-Design für Googles Partner, die an der Daydream-Plattform mitwirken, und soll andererseits auch Virtual Reality in das Bewusstsein der Kundschaft bringen. Dementsprechend legt Google großen Wert auf Design, Verarbeitung und vor allem Einfachheit. Das bedeutet: Man legt sein Android-Smartphone in das Gerät, klemmt es mit einem einfachen Haken fest, setzt die Brille auf und … ist in der Virtuellen Realität.

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Anders als die Konkurrenz aus Plastik, wie zum Beispiel Samsungs Gear VR, oder aus Pappe, etwa die Cardboards aus eigenem Hause, hat sich Google bei Daydream View für eine Verkleidung aus Stoff entschieden, die abgenommen und per Hand gewaschen werden kann. Daydream View ist mit einem Gewicht von weniger als 200 Gramm deutlich leichter aus als die konkurrierende Gear VR. Zudem verfügt das Headset über eine Fernbedienung mit Home-, Menü- und Lautstärke-Button sowie drucksensitivem Trackpad und integriertem Bewegungssensor. Damit man die Fernbedienung nicht verliert, kann sie innerhalb des Headsets untergebracht werden.

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Zum aktuellen Zeitpunkt unterstützen laut Google nur die frisch vorgestellten Smartphones Pixel und Pixel XL die Daydream View – allerdings gibt es mit dem ZTE Axon 7 und dem ASUS Zenfone 3 Deluxe bereits mindestens zwei weitere Daydream-kompatible Smartphones am Markt. Das Headset ist zudem darauf ausgelegt, künftig jedes Smartphone, das Teil der Daydream-Plattform ist, zu unterstützen.

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Im Rahmen der Präsentation hat Google auch eine Reihe von Inhalten gezeigt, die es zu Beginn für die Daydream View geben wird. So sind natürlich YouTube, Google Filme, Google Fotos und Google Maps samt Street View mit von der Partie. In Googles Filme-App sowie bei regulären 2D-YouTube-Videos wird das Video dabei an eine riesige virtuelle Leinwand projiziert. Dank Partnerschaften mit Unternehmen der Medienwelt bietet Daydream auch Games, wie „Harry Potter - Fantastic Beasts“ und den VR-Shooter „Gunjack 2“ der Macher von EVE Online, sowie diverse Streaming-Anbieter (inklusive Netflix), die ein eigenes Interface für Virtual Reality in petto haben.

In den USA ist die Daydream View zum Start am 20. Oktober in der sogenannten Farbe Slate erhältlich, später sollen noch Ausführungen in den Farben Snow und Crimson folgen. Der Preis dort liegt bei 79 US-Dollar. In Deutschland wird die VR-Brille erst im November zu einem Preis von 69 Euro erscheinen. Welche Farben dann verfügbar sein werden, ist nicht bekannt. Im Google Store können sich Interessierte bereits auf eine Warteliste zum Vorbestellen setzen lassen.

Quelle: Google

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