Doom: Das ist kein Sportwagen, das ist ein Controller

Marco Schabel

Wieder einmal hat ein Tüftler den Shooter-Klassiker Doom auf eine ungewöhnliche Plattform gebracht. Nur diesmal ist die Plattform selbst auch für die Steuerung verantwortlich – und das ist recht gefährlich.

Eigentlich gibt es kaum ein Gerät, auf dem nicht irgendwann einmal der 90er-Shooter Doom gespielt wurde. Seien es die Apple Touch Bar, eine Kettensäge, ein Taschenrechner oder gar ein ordinärer Toaster. Möglich ist das, weil Doom nicht sonderlich viel Hardware-Leistung benötigt und mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Den Kuriositäten sind also kaum Grenzen gesetzt. Dennoch hat es YouTuber und Hobby-Tüftler vexal geschafft, das Modding auf eine neue Stufe zu heben und Doom mit viel PS zu befeuern.

Vexal hat es geschafft, Doom auf den Konsolenbildschirm des Porsche 911 zu bringen, einem Sportwagen mit schlappen 370 Pferdestärken unter der Haube. Zwar haben es andere Modder in der Vergangenheit bereits geschafft, den Shooter so darzustellen, doch hat vexal seinen Porsche so ummodelliert, dass er das Spiel mit dem Auto auch steuern kann. Lenkrad, Gangschaltung, Gaspedal und Hupe fungieren dabei als Z-Achse, Waffenrad, Y-Achse und Trigger. Das Game kann also nur gespielt werden, wenn der Wagen auch fährt und der Fahrer wie ein Verrückter hupt, wie der YouTuber im obigenVideo eindrucksvoll unter Beweis stellt.

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Damit Du selbst Deinen teuren Porsche 911 in einen Controller verwandeln kannst, benötigst Du nicht einmal viel. Laut vexal muss lediglich ein USB-Stick, auf dem sich nur eine Datei mit der VIN-Nummer des Autos befindet, in den USB-Slot des Wagens gesteckt werden. Dessen Konsole befindet sich dann im Debug-Mode, was das Abspielen des Spiels ermöglicht. Getestet wurde es mit Doom II, soll aber auch mit dem originalen Doom funktionieren. Das Display der Konsole ist natürlich der Bildschirm.

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Es versteht sich wohl von selbst, dass es nicht gerade ungefährlich ist, Doom in und vor allem mit einem fahrenden Auto zu spielen. Vexal selbst hat das Video auf Privateigentum gedreht und rät natürlich davon ab, dieses Unterfangen in irgendeiner Form nachzumachen. Immerhin kann selbst auf einer privaten Strecke schnell mal etwas in die Brüche gehen. Und so ein Porsche 911 kostet neu durchaus ab 96.605 Euro (UVP).

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