Drawpile

Marco Kratzenberg

Drawpile ist ein netzwerkfähiges Grafikprogramm mit guten Zeichenwerkzeugen. Damit können mehrere Personen gleichzeitig an einem Bild zusammenarbeiten und währenddessen sogar chatten.

Ein eingebauter Server sorgt dafür, dass wir unsere Zeichensitzung mit anderen im Netzwerk teilen können. Der Zugriff lässt sich mit einem Passwort sichern, so dass sich keiner in das Bild einmischen kann, der dort nichts zu suchen hat.

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Drawpile: Im Netzwerk gemeinsam zeichnen

Es gibt ja verschiedene Programme zur collaborativen Arbeit im Netzwerk oder online. Teams verwenden gemeinsam Kalender und arbeiten in Google Docs gemeinsam an Tabellen oder Texten. Aber zusammen an einem gemeinsamen Projekt zu zeichnen und Grafiken im Netzwerk zu bearbeiten, ist doch noch eher ungewöhnlich. Dabei kann man sowas durchaus sehr effektiv machen, wie das Netzwerk-Grafikprogramm Drawpile uns zeigt.

Damit mehrere Teilnehmer gemeinsam an einem Bild arbeiten können, muss zuerst ein Teilnehmer ein Bild starten bzw. öffnen und es dann für andere freigeben. Das wird im Menü Sitzung unter Bereitstellen erledigt. Hier entscheidet man dann auch darüber, ob ein externer oder der interne Server genutzt wird. Außerdem lässt sich die Session hier auch mit einem Passwort sichern.

Zusätzliche Einstellungen erlauben oder verhindern wichtige Parameter beim gemeinsamen Zeichnen. So lässt sich die Gesamtzahl der Teilnehmer beschränken und man kann die Kontrolle über die Layer sperren. Außerdem sind persistente Sitzungen möglich. Dann können Dritte der Session auch dann noch beitreten, wenn alle anderen sie bereits verlassen haben.

Der Erste in so einer Sitzung stellt die Session bereit und sieht dann in der Statusleiste seine interne IP. Die kann er kopieren und an andere weitergeben, so dass sie dann der Sitzung beitreten können. Jeder kann im Chatfenster sehen, wer beigetreten ist oder die Sitzung wieder verlassen hat. Wenn jemand in dem Bild zeichnet, erscheint zeitgleich seine Änderung bei allen angeschlossenen Mitgliedern. Außerdem können sie neben jedem Zeichenwerkzeug auch die ID der Person sehen, die gerade dort arbeitet.

Wer sich mit Servertechnik auskennt, kann auch einen dedizierten Server einsetzen, um so von verschiedenen Standorten aus gemeinsam in Drawpile zu zeichnen. Dadurch lassen sich unter anderem auch Probleme mit Firewalls lösen. Allerdings ist es dann nötig, dass jeder Teilnehmer der Session sich eine Konfigurationsdatei zur Verbindung anlegt und verschiedene Kommandozeilenparameter nutzt.

Drawpile Features

Trotz seines relativ einfachen Aufbaus ist Drawpile eine durchaus brauchbare Grafikbearbeitung. Das Programm beherrscht Ebenen und speichert solche Bilder im Open Raster-Format ORA ab. Solche Grafiken lassen sich dann auch mit Programmen wie GIMP öffnen. Fertige Bilder lassen sich außerdem in den gängigen Formaten wie etwa JPG, PNG und TIFF abspeichern.Ein „Laserpointer“ genanntes Werkzeug kann dazu dienen, während einer Zeichnungs-Sitzung bestimmte Bereiche auch für alle anderen kurz zu markieren, damit sie genau wissen, wovon man evtl. im Chat geredet hat.

Beim Öffnen von Grafiken ist Drawpile großzügiger. Hier werden wesentlich mehr Grafikformate unterstützt.

Übrigens kann Drawpile Malsitzungen auch aufzeichnen. Dazu wird dann allerdings ein eigenes Format genutzt, so dass sich aufgezeichnete Sessions nur in Drawpile auch wieder betrachten lassen. Aber immerhin sind so sogar Zeichentutorials machbar, die sich dann andere Mitglieder des Netzwerkes ansehen können.

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