Facebook Messenger: Die geheimen Chats sind da

Stefan Bubeck 2

Die neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Facebook Messenger soll sicherstellen, dass Nachrichten nicht von Dritten gelesen werden können. Die Funktion wird gerade ausgerollt und ist noch nicht für jeden Nutzer verfügbar. So schaut ihr nach, ob ihr dazugehört.

Facebook Messenger: Die geheimen Chats sind da

Zwei Menschen chatten über vertrauliche Themen und der übermittelte Inhalt bleibt dank Verschlüsselung geheim. Nur die beiden Beteiligten können mit ihren Endgeräten die Nachrichten lesen – sollten die Inhalte bei der Übermittlung von Unbefugten abgefangen werden, sind sie wertlos. Was man von WhatsApp und Threema bereits kennt, kann nun auch der Facebook Messenger. Wie der werte Kollege Caschy bemerkt hat, rollt Facebook die Funktion “Geheime Unterhaltungen“ nun schrittweise auf iOS und Android Devices aus.

Facebook Messenger verschlüsseln: So geht’s

Um herauszufinden, ob man in den Kreis der Auserwählten gehört, tippt man auf das „Neue Nachricht“-Symbol auf der Startseite der Messenger-App. Im folgenden Bildschirm solltet ihr oben den Schriftzug „Geheim“ sehen (iOS) beziehungsweise ein Schlosssymbol (Android). Damit aktiviert ihr die Verschlüsselung einer Unterhaltung. Erkennbar ist das dann an einem schwarz gehaltenen Design der App – normale Chats sind weiterhin blau gestaltet.

Geheime Unterhaltungen können nur von einem eurer Geräte gesendet und empfangen werden. Welches das sein soll, lässt sich unter den Einstellungen festlegen, hier gibt es einen entsprechenden Menüpunkt. Dort findet ihr auch die Option, zeitlich zurückliegende Unterhaltungen zu löschen. Die Verschlüsselung basiert auf einem Buschstaben-Zahlen-Code, dem „Geräteschlüssel“. Diesen könnt ihr euch anzeigen lassen, indem ihr bei einer geheimen Unterhaltung den Namen des Gesprächspartners antippt.

Falls ihr das Gefühl habt, dass euer Gesprächspartner gegen die „Facebook Community Regeln“ verstößt oder sich in einer anderen Form total daneben benimmt: Verstöße melden geht auch bei geheimen Unterhaltungen. Die Funktion „Blockieren oder Melden“ findet ihr im selben Menü, etwas weiter unten. Hassreden und Ähnliches müssen also nicht im Verborgenen bleiben – zumindest, wenn einer der Chat-Teilnehmer das so sieht.

Facebook hat die passende Hilfeseite für geheime Unterhaltung bereits online gestellt, ihr findet sie hier.

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Der Kampf der Messenger geht in eine neue Runde

Zahlreiche Chat-Apps buhlen um die Gunst der User. Der Facebook Messenger ist zwar weit verbreitet, aber nicht bei allen beliebt. Der „Messenger-Zwang“, den der Konzern Smartphone-Benutzern durch das Streichen der Nachrichtenfunktion aus der App und der mobilen Webseite auferlegte, hat einen faden Beigeschmack. Nun also eine positive Entwicklung, man rückt mit den geheimen Unterhaltungen zu WhatsApp und Threema auf, die solche Features schon lange bieten. Auch Googles neueste Schöpfung Allo bietet einen Inkognito-Modus.

Es bleibt also spannend, wie sich die Marktteilnehmer in Zukunft platzieren können. Eine grundlegende Frage wird sein, ob die User den Komfort oder doch die Privatsphäre im alltäglichen Gebrauch höher einstufen. Denn eines gilt nun mal: Je mehr der Anbieter über seine Kundschaft und deren Gesprächsinhalte weiß, desto besser kann er smarte Zusatzfunktionen unter dem Titel „künstliche Intelligenz“ anbieten. Dazu zählt natürlich auch Werbung.

Quellen: Cashy, facebook

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Video: Facebook Messenger Geheime Konversationen

Facebook Messenger Secret Conversations.

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