Facebook Messenger mit 500 Millionen Downloads – schade (Kommentar)

Kamal Nicholas 22

Nach der Entscheidung, den eigenen Messenger von der Facebook-Plattform abzuspalten, verzeichnet dieser nun 500 Millionen Downloads. Und irgendwie ist das schade.

Facebook Messenger mit 500 Millionen Downloads – schade (Kommentar)

Ich will  wirklich nicht missgünstig klingen. Wenn ein Unternehmen so erfolgreich ist, hat es ja ganz offensichtlich irgendetwas richtig gemacht, selbst wenn es dafür einige Dinge tut, die einfach nicht richtig sind.

Facebook generell ist mir eher unsympathisch und sogar etwas suspekt, dennoch nutze auch ich das soziale Netzwerk gelegentlich (vor allem aber beruflich). Gleichzeitig lasse ich mich aber nicht auf den Arm nehmen und mir irgendwelche Dinge aufzwingen, die ich gar nicht will. Ja, es ist eine gewisse Doppelmoral, die auch bei mir hinsichtlich Facebook herrscht.

Dass Facebook den eigenen Messenger von seiner App getrennt hat, stoß vielen Nutzern äußerst sauer auf. Grund dafür war, dass viele Leute sich durch diese Entscheidung genötigt und sogar gezwungen fühlten, etwas zu tun, was sie eigentlich nicht wollten.  Ich für meinen Teil habe mich über die ganze Sache nicht aufgeregt, sondern einfach eine Konsequenz daraus gezogen und den Messenger deinstalliert. Wie auch schon beim Verfassen meines Kommentars geht es mir damit immer noch sehr gut und ich vermisse die App überhaupt nicht.

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Alle meckern, die wenigsten handeln

Ganz im Kontrast zu dem Geschrei und Gejammer vieler Nutzer präsentieren sich nun die aktuellen Download-Zahlen des Facebook-Messengers. Über 500 Millionen Mal wurde die Anwendung heruntergeladen, natürlich gab es vor allem im vergangenen Monaten einen ordentlichen Anstieg.

Interessant ist daran, dass das Unternehmen Facebook damit die dritte App im Play Store hat, die diesen Meilenstein erreicht. Die anderen bei sind die normale Facebook-App und natürlich der beliebte Messenger namens WhatsApp (der ganz offiziell zwar noch nicht zu Facebook gehört, die geplante Übernahme ist allerdings in Arbeit).

Niemand sonst außer Google selbst hat diese Meilensteine bisher erreicht, selbst unglaublich erfolgreiche Spiele wie Angry Birds haben das nicht geschafft.

Es ist schon erstaunlich zu sehen, dass sich einerseits so viele über die Handlung eines Unternehmens aufregen, gleichzeitig aber dann doch nichts dagegen tun, sondern doch wieder klein bei geben. Wie gesagt: Niemand hat irgendjemanden dazu gezwungen, den Facebook Messenger zu installieren und wenn man sich die Zahlen anschaut müssen sich doch viele eingestehen, dass sie den Messenger einfach nutzen wollen und nicht müssen.

Auf der Seite Android Police wurde ein wunderbarer Vergleich angeführt, der die ganze Sache in meinen Augen ziemlich gut wiederspiegelt:

„In einer Welt, in der Facebook so allgegenwärtig geworden ist, dass selbst der Hass gegenüber Facebook an und für ich zum langweiligen Phänomen wurde, ist das generelle reden über Facebook ungefähr so, wie über die Qualität von McDonalds-Essen zu klagen – es ist da, ob es einem gefällt oder nicht, deshalb ist es vielleicht am besten, wenn man gar nichts mehr sagt.“

Natürlich könnte man auch sagen, dass man sich einfach Facebook und dem ganzen Anhang lossagen könnte, aber das wäre zu viel verlangt und wird wahrscheinlich erst einmal nicht passieren. Es ist eben, wie es leider allzu oft ist. Wenn es etwas zu meckern gibt, wird der Mund schnell aufgemacht, die Konsequenz daraus will man aber auf gar keinen Fall ziehen, wenn es die eigene Bequemlichkeit bedroht.

Quelle: Android Police

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