Über das spritsparende Fahren kann man ganze Bücher schreiben, was einige auch bereits getan haben. Wir haben euch hier einmal die 10 wichtigsten Tipps kurz und knapp zusammengefasst, damit ihr den Kraftstoffverbrauch eures Fahrzeugs senken könnt.

 
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Möglichst spritsparend zu fahren ist eine Kunst für sich: Auf der einen Seite gibt es äußere Faktoren, die ihr einfach beeinflussen oder nur zu beachten braucht – die andere (größere) Seite ist der Fahrstil selbst. Wenn ihr euch an die Tipps zur vorausschauenden und gleichmäßigen Fahrweise haltet, könnt ihr den Spritverbrauch signifikant herunterschrauben.

Weniger Gewicht

Oft reist unnötiges Gewicht auf unserer täglichen Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen mit. Egal ob unnütze Kleinigkeiten, Getränkekisten oder der Dachgepäckträger, der eigentlich nur für den Urlaub angebracht wurde: All diese Gegenstände bringen zusätzliches Gewicht mit auf die Fahrt.

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Wenn das Fahrzeug jedoch mehr Gewicht transportieren muss, braucht der Motor zum Beschleunigen mehr Kraft und somit im Endeffekt mehr Sprit. Fahrradträger und ähnliches können sich darüber hinaus auch ungünstig für den Luftwiderstand auswirken.

Niedertouriges Fahren

Das Gerücht, dass man am sparsamsten im mittleren Drehzahlbereich fährt hält sich wacker. Am sinnvollsten für Motor, Spritverbrauch und Umwelt ist jedoch das niedertourige Fahren: Denn der Motor arbeitet am effizientesten unter hoher Last und niedriger Drehzahl.

Aus diesem Grund rät es sich, möglichst früh hochzuschalten. Spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute, sollte man bereits in den nächsthöhreren Gang schalten. Der erste Gang ist dabei wirklich nur zum Anfahren gedacht und in den Fünften kann man bei den meisten Fahrzeugen auch ruhig schon bei knapp über 50 km/h schalten.

Erhöhter Kraftstoffverbrauch durch erhöhte Geschwindigkeit

Möglichst niedertouriges Fahren gilt auch für die maximale Reisegeschwindigkeit. Wer schneller fährt, verbraucht mehr Sprit. Manch einer kommt nun mit dem Argument, dass sich hierdurch aber auch die Reisezeit verkürzt, das ist aber eine Milchmädchenrechnung.

Die eingesparte Fahrtzeit steht nämlich in keinem Verhältnis zum exponentiell gestiegenen Spritverbrauch. So muss der Motor nicht nur mehr leisten, sondern bei verdoppelter Geschwindigkeit auch gegen einen gleichzeitig vervierfachten Luftwiderstand ankämpfen, was zu einem weit höheren Spritverbrauch führt.

Gleichmäßig & vorausschauend fahren

Am meisten Sprit wird durch das Anfahren und Beschleunigen verbraucht. Wer versucht, möglichst gleichmäßig zu fahren, kann einiges an Kraftstoff einsparen. Dazu gehört es auch, möglichst vorausschauend im Verkehr zu agieren.

Um in einem gewissen „flow“ zu bleiben, solltet ihr deshalb genug Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, um frühzeitig das Gas reduzieren zu können. Ebenso solltet ihr vor Ampeln und anderen Hindernissen euren vorhandenen Schwung ausnutzen. So vermeidet ihr harte Abbrems- und Anfahrvorgänge, die wieder mehr Sprit verbrauchen.

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Bildquelle: ModernNomads via Shutterstock

Motorbremse nutzen

Durch die Schubabschaltung heutiger Fahrzeuge bremst der Motor automatisch mit ab, wenn man mit eingelegtem Gang vom Gas geht. So wird kein Kraftstoff mehr eingespritzt, solange eine gewisse Drehzahl vorhanden ist.

Wer seine Geschwindigkeit mit der Motorbremswirkung reduziert, kann 10 bis 20 Prozent Sprit gegenüber einem gewöhnlichen Brems- und Anfahrvorgang sparen (Quelle: ADAC).

Motor abschalten

Der Start eines Autos benötigt Sprit – das ist richtig. Wer den Motor aber im stehenden Zustand anlässt, verbraucht spätestens nach 10 Sekunden mehr Sprit, als er für den erneuten Startvorgang benötigt hätte. Deswegen gilt bei „längeren“ Wartezeiten die Devise von Peter Lustig: „... ihr wisst schon bescheid, abschalten.“

Aber das gilt nicht nur für die Wartezeit vor der Schranke oder beim kurzen Einwerfen eines Briefs: Allgemein sollte der Motor erst gestartet werden, wenn ihr wirklich bereit seid, loszufahren. Ihr solltet den Schlüssel deshalb erst drehen, wenn alle Fahrgäste angeschnallt im Auto sitzen, das Navigationssystem eingerichtet ist oder die Frontscheibe vom Eis befreit wurde – nicht davor.

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Klimaanlage & Co. verbrauchen Sprit

Jeder Zusatzverbraucher im Auto verbraucht Sprit, entweder direkt oder indirekt über die Lichtmaschine. Klimaanlage und Sitzheizung sind hier sogar besonders hungrige Spritfresser.

Wenn es also nicht unbedingt nötig ist, kann man das Auto auch durch geöffnete Fenster abkühlen. Hierdurch erhöht sich zwar ebenfalls der Luftwiderstand und somit im geringen Maße der Spritverbrauch – der Klimaanlage gegenüber ist dies jedoch vernachlässigbar.

Wer auf die Klimaanlage nicht verzichten kann, sollte dabei aber ebenfalls vorausschauend agieren: Der Abkühlvorgang eines erhitzten Innenraums ist die schwerste Arbeit. Wer eine längere Fahrt plant und das Fahrzeug beispielsweise im abgekühlten Zustand aus der Garage fährt, sollte deshalb sofort die Klimaanlage einschalten und nicht erst, wenn sich der Fahrzeuginnenraum bereits wieder aufgehitzt hat.

Der richtige Reifendruck

Auch die Reifen können unnötigen Sprit schlucken, wenn sie nicht den richtigen Reifendruck haben. Durch zu platte Reifen erhöht sich nämlich der Rollwiderstand, was sich wiederum beim Spritverbrauch bemerkbar macht.

Ihr solltet deshalb regelmäßig den Reifendruck überprüfen. Das könnt ihr für gewöhnlich bei jeder Tankstelle machen. Der richtige Reifeninnendruck für eure Reifen findet ihr normalerweise im Benutzerhandbuch, bei der Fahrertür oder im Tankdeckel eures Fahrzeugs.

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Motor in Schuss halten

Aber auch andere Teile können den Spritverbrauch erhöhen. Verstopfte Luftfilter, alte Zündkerzen oder einfach ein schlecht eingestellter Motor können den Kraftstoffverbrauch erhöhen.

Für alles, was ihr selbst nicht überprüfen könnt, solltet ihr deshalb eine regelmäßige Inspektion in der Werkstatt eures Vertrauens machen lassen.

Kurze Strecken meiden

Kurze Strecken sind der hohe Spritverbrauch höchstpersönlich. Im Kaltzustand ist der Kraftstoffverbrauch des Autos besonders hoch, erst nach einigen Kilometern ist der Motor auf Betriebstemperatur.

Wenn die Möglichkeit besteht, die Strecke auch zu gehen oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, ist dies aus der Sicht des Spritverbrauchs die bessere Wahl.

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