Walpurgisnacht: Ursprung, Rituale, Bedeutung, Termin

Martin Maciej

Vor dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird die sogenannte „Walpurgisnacht“ gefeiert. Doch wobei handelt es sich bei diesem Fest? Woher stammt der Name und welche Rituale werden zur Walpurgisnacht gefeiert?

Das traditionelle Fest wird jedes Jahr am 30. April begangen. Heutzutage ist die Walpurgisnacht nicht mehr ganz so relevant und wird von allgemeinen „Tanz in den Mai“-Feiern abgelöst. Dennoch gibt es noch zahlreiche Anhänger des nord- und mitteleuropäischen Festes.

FAUN - Walpurgisnacht.

Walpurgisnacht: Ursprung und Bedeutung

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Der Name „Walpurgisnacht“ leitet sich ab von der heiligen Walburga. Hierbei handelte es sich um die Tochter des westsächsischen Königs Richard von Wessex und eine Nichte desheiligen Bonifatius. Die katholische Kirche verehrt Walburga als eine Heilige, ihre Heiligsprechung fand am 1. Mai statt. Die Walpurgisnacht hat allerdings einen weniger heiligen Hintergrund: In der Nacht vom 30. April auf dem 1. Mai feierten Hexen am Brocken in Harz sowie an anderen mystischen Plätzen mit verschiedenen Ritualen, Tanz und Gesang. Im Vordergrund stand dabei die Freude, dass das wechselnde Wetter aus dem April endlich vorbei ist, die Tiere zurück aus ihrem Winterquartier kommen und die Saat allmählich sprießt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Walpurgisnacht zudem die Teufelsverehrung zugesprochen.

Walpurgisnacht: Rituale

Traditionell wird die Walpurgisnacht von verschiedenen Ritualen begleitet. Nachfolgend findet ihr eine Sammlung verschiedener Walpurgisnacht-Rituale:

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    So gibt es ein großes Feuer zum Anlass der Feier, ähnlich dem Osterfeuer.
  • Der Frühling wird eingeleitet durch Lieder, Reden und Tänze.
  • Der Start in den Mai und somit der Ausblick auf die sonnige Zeit des Jahres soll ausgelassen und mit überschäumender Freude zelebriert werden.
  • Durch den Gang zwischen zwei Walpurgisfeuer sollen Seuchen ferngehalten werden.
  • Nach der Christianisierung des Festes wurde der Tanz um das Feuer als Abwehr gegen Hexen eingeführt.
  • Durch Lärm auf den Straßen wurden Geister vertrieben.
  • Um sich vor Hexen zu schützen, werden weiße Kreuze an Häuser gemalt.
  • Über Türschwellen wird zudem hierfür Salz geworfen.
  • Werden in der Nacht Glocken geläutet, ist man gefeit vor Hexen, die gleichzeitig ihre Teufelstänze aufführen.
  • Besen werden mit dem Reisig nach oben gestellt.
  • Mit einem aufgesetzten Kranz aus Gundelreben können alle Hexen erkannt werden.
  • Pflanzt man zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit ein wenig Erde, kann man mit diesem Ritual ermitteln, ob der Partner treu bleiben wird. Wachsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, ist von einer treuen Beziehung auszugehen.
  • Auch werden in der Walpurgisnacht traditionell Streiche zur Abwehr gegen Dämonen und Geister gespielt.
  • In Schweden und Finnland gilt die Walpurgisnacht als Anlass für eine der größten Studentenpartys des Jahres.

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Bildquellen: Vladimir Wrangel / Shutterstock.com, Constantine Pankin,LianeM

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