„Off the Tracks“: Doku erzählt das Drama um Final Cut Pro X

Florian Matthey 1

Vor sechs Jahren sorgte Apple mit Final Cut Pro X für einen Aufschrei in der Welt der Filmeditoren. Mittlerweile haben sich viele aber mit der Software angefreundet. Die Geschichte soll jetzt ein Dokumentationsfilm erzählen.

„Off the Tracks“: Doku erzählt das Drama um Final Cut Pro X

Apple bewarb Final Cut Pro X bei der Veröffentlichung im Jahr 2011 als großen Wurf. Doch statt Lob hagelte es Kritik: Das Unternehmen hatte im Rahmen der Komplett-Neuentwicklung der Software einige wichtige Features auf der Strecke gelassen: Beispielsweise fehlte eine Funktion zum XML-Im- und -Export, eine Server-Unterstützung, eine Multicam-Editing-Funktion sowie einiges mehr. Aufgrund des radikalen „Cut“ zwischen Final Cut Pro 7 und Final Cut Pro X sollten Kunden ihre bestehenden Projekte einfach weiterhin mit der alten Version bearbeiten.

„Off the Tracks“: Das Drama um Final Cut Pro X (Trailer).

In den darauffolgenden Jahren hat Apple die meisten der „fehlenden“ Features wieder integriert. Dennoch bleibt die Frage, warum Apple es für nötig hielt, trotz ordentlicher Marktanteile im professionellen Bereich einen so radikalen Schnitt zu wagen. Ein Final-Cut-Benutzer, der den Schritt offenbar für richtig hielt, hat sich jetzt dazu entschieden, die Geschichte seit dem Jahr 2011 zu erzählen – natürlich in Form eines Films.

Bradley Olsen, der Inhaber von Fedora Pictures, der in der Vergangenheit beispielsweise schon mit der britischen BBC zusammengearbeitet hat, sieht seinen Film nicht nur als Dokumentation über ein Apple-Produkt: „Das ist eine Fallstudie bezüglich dessen, wie Menschen reagieren, wenn sich ein Werkzeug verändert, das sie für ihren Lebensunterhalt benötigen.“ Er geht der Frage nach, warum viele sich ärgerten, andere aber vom Schritt auch sehr angetan waren.

Final Cut Pro
Entwickler:
Preis: 329,99 €

Der erste Trailer des Films „Off the Tracks“ zeigt schon, wohin die Reise gehen wird: Olsen zitiert einige Profis, die angesichts der neuen Software schockiert waren, um dann aber auch solche zu Wort kommen zu lassen, die darauf verweisen, dass Final Cut Pro X den Weg in die digitale Zukunft ebnete – und die Filmbearbeitung vor allem zugänglicher machte. Mit der Software gebe es jetzt ein Werkzeug, mit der jeder Mensch seine Geschichte erzählen kann.

Olsen hat bei Kickstarter bereits genug Geld für die Post-Produktion und die Vermarktung des Films gesammelt, so dass „Off the Tracks“ auf jeden Fall erscheinen wird. Aktuell ist es aber immer noch möglich, das Projekt zu unterstützen, um weitere „Stretchgoals“ zu erreichen.

Quelle: Kickstarter via 9to5Mac

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