FotoArt

Marco Kratzenberg

Langweilige Fotos zu einem Kunstwerk machen - das verspricht uns FotoArt. Und vor allem soll das einfach sein und für jeden leicht zu machen. Wir haben getestet, ob das Programm sein Versprechen halten kann.

Kunst liegt im Auge des Betrachters. Die einen sind verzückt und der andere fragt: Ist das Kunst - oder kann das weg? Bei Fotos neigen die Menschen noch mehr dazu, sich zum selbsternannten Spezialisten aufzuschwingen. Die günstigen Digitalkameras und Handys mit Filter-Apps tun ein Übriges dazu. Beim Foto-Kunst-Begriff scheint heute eine einzige Maxime zu zählen: Kann ich das auch? Wenn nicht, ist es Kunst…

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FotoArt macht Kunst aus Fotos - oder so ähnlich

Gerade Kamera-Apps, wie z.B. das hervorragende Hipstamatic für iOS, haben viel Bewegung in unsere Sichtweise gebracht. Hier eine kräftigere Farbe, dort ein dunkler Rand und fertig ist die Foto-Kunst. Dass Ähnliches auch auf dem PC möglich ist, will das kostenlose Programm FotoArt zeigen.

Die einfachste Möglichkeit der Bildveränderung ist hier die Nutzung der vorbereiteten Filter. Da geht’s in erster Linie um mehr oder minder kräftige Farben, um Aquarell- und pointilistische Filter und um einige auswählbare Texturen. Mit einem Satz Buttons lassen sich die vorläufigen Ergebnisse nachbearbeiten und etwa dunkler oder heller machen, oder mit einem anderen Kontrast versehen.

Was man mit dem Programm allerdings wirklich alles machen kann, verdeutlich vielleicht das obige Video ganz gut. Hier wird u.a. gezeigt, wie man verschiedene bearbeitete Versionen eines Bildes speichern und diese später zusammenfügen kann. Beim Mischen kommen tatsächlich völlig neue Eindrücke heraus.

Allerdings muss man sagen, dass selbst für erfahrene Grafikbearbeiter die Bedienung von FotoArt ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Die Oberfläche ist deutsch, aber dennoch erschließen sich die Funktionen und Möglichkeiten nicht wirklich. Eine richtige Hilfe oder Dokumentation gibt es leider auch nicht, so dass man auf sich selbst gestellt ist. Man muss einfach lange immer wieder aufs Neue probieren. Und das spricht zwar nicht gegen das ursprüngliche Versprechen, aus langweiligen Bildern Kunst zu machen, aber dahätte man genauso gut in einem professionellen Grafikprogramm wie z.B. GIMP herumprobieren können.

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