Google Chrome – Die Geschichte von Googles Browserversion

Marco Kratzenberg

Trotz seines relativ jungen Alters hat Google Chrome den Kampf auf dem Browsermarkt ordentlich aufgenommen und sich binnen kurzer Zeit als beliebteste Option zum Surfen durch das Netz auf vielen Rechnern über die ganze Welt verteilt eingerichtet. Seit Mitte 2012 hat Google Chrome sogar Microsofts Internet Explorer hinter sich gelassen und befindet sich auf dem ersten Platz der am häufigsten verwendeten Browser. Doch wie kam es zu dem rasanten Erfolg des kompakten Browsers?

Die erste Version von Googles beliebten Browser erschien am 2. September 2008. Zu dieser Zeit teilte die etablierte Konkurrenz um Mozilla Firefox, Opera und Internet Explorer die Gunst der Nutzer bereits jahrelang unter sich auf.

Schon in der ersten Version wurde das Programm in 43 Sprachen lokalisiert. Dabei handelte es sich bei dem Release offiziell noch um eine Beta-Version (Versionsnummer 0.2). Erst am 11. Dezember 2008 folgte die Veröffentlichung einer ersten öffentlichen stabilen Version.

Google Chrome Versionsgeschichte

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Google Chrome: 5 versteckte Browser-Features, die euch das Leben leichter machen

Zunächst wurden neue Versionen von Goole Chrome in regelmäßigen Abständen von vier Monaten auf die Software-Welt losgelassen. Ab Version 7 stellte Google seinen Update-Rhythmus auf sechswöchige Neuerscheinungen um. Zwischen den großen Versionsupdates erscheinen regelmäßig kleinere Updates, die Sicherheitslücken stopfen und größere Performance-Probleme ausbessern. Die Anwendung Google Chrome setzt sich dabei aus drei Hauptbestandteilen zusammen. Der Browser steuert das Programm. Der Google Chrome Renderer ist Bestandteil des Browsers und dient zur Ausführung der einzelnen Prozesse. Bestandteil des Renderers ist wiederum  das WebKit, mit welchem die Webseiten im Browser angezeigt werden.

Neben der Hauptversion von Google Chrome erscheinen regelmäßig drei weitere Versionen des Browsers. Bei den Beta-, Dev- (Developer) und Canary-Releases handelt es sich um Vorabversionen vom großen Häuptling für den Hauptmarkt. Diese Versionen können von jedem Nutzer verwendet werden.

Die Beta-Version lässt sich mit einer Generalprobe beim Theater vergleichen. Hier werden neue Inhalte und Funktionen der kommenden Google Chrome-Hauptversion vor dem eigentlichen Release vorgestellt und auf Herz und Nieren geprüft, bevor die Hauptversion das Licht der Software-Welt erblicken kann. Interessierte Nutzer können diese Funktionen hier vorab intensiv testen und eventuelle Fehler und Probleme direkt an Google mitteilen.

Die Dev-Version von Google Chrome ist an Entwickler adressiert. Diese Version beinhaltet alle aktuellen Funktionen  von Google Chrome, bei der Programmierer die Implementierung ihrer Anwendungen in Chrome austesten können.

Bei Google Chrome Canary handelt es sich um eine weitere Vorabversion mit vollem Funktionsumfang, die jedoch ebenfalls wie die Beta-Version Stabilitätsprobleme aufweisen kann und demnach vor allem zum Austesten von Features und Ausmerzen von Fehlern dient.

Google Chrome Versionen  - Optimierungen der Performance und Bedienbarkeit

Die erste Version des Browsers erschien am 2. September 2008. Bis zum 11. Dezember handelte es sich bei den Veröffentlichungen noch um Versionen im Beta-Stadium. Grundfunktionen eines Browsers, wie die Organisation von Lesezeichen und die Datenschutz-Verwaltung waren hier bereits integriert. Erst die Version 1.0 konnte als stabile Veröffentlichung bezeichnet werden.

Rund ein halbes Jahr später, im Mai 2009 erschien die nächste Version (2.0) von Google Chrome. Eingebunden wurde hier unter anderem eine verbesserte JavaScript-Unterstützung, sowie die Möglichkeit, den Browser im Vollbild auszuführen, um somit Webseiten und Videoinhalte in voller Gestalt präsentiert zu bekommen.

Google Chrome hat sich in wenigen Jahren mit seinen Versionen als beliebteste Lösung zum Surfen im Netz entwickelt Google Chrome hat sich in wenigen Jahren mit seinen Versionen als beliebteste Lösung zum Surfen im Netz entwickelt

Mit Version 3.0, welche am 15. September offiziell erschien, führte Google die eigene „Neuer-Tab“-Seite ein. Zudem wurde die Unterstützung von HTML5-Video und -Audio-Elementen in das Browserumfeld eingebaut.

Version 4, welche im Januar 2010 erschien, führte mehrere kleinere Verbesserungen und Funktionserweiterungen ein. Hier wurde im März ein kleineres Versionsupdate nachgeschoben, dass den Google-Übersetzer in den Browser integrierte.

Ab dem Release der 5. Version konnten nun auch Nutzer von Linux- und Mac-Systemen den Browser auf Ihrem Rechner nutzen. Erneut wurde die Zusammenarbeit von Browser und JavaScript optimiert, um die Performance zu steigern.

Mit den kommenden Versionen stellte Google den Erscheinungsrhythmus für neue Versionen um. Version 6 und 7 erschienen in einem Abstand von wenigen Wochen Anfang September, bzw. Mitte Oktober. Neben kleineren Performance-Optimierungen war für den üblichen User insbesondere die Einführung der automatischen Ergänzung bei der Eingabe von Begriffen in die Adressleiste, bzw. Omnibox von Bedeutung.

Mit Google 8.0 wurde ein interner Betrachter von PDF-Dateien in den Browser integriert. Durch die Eingabe von „about:flags“ können Nutzer zudem von nun an in der Testphase befindliche Funktionen aktivieren und austesten.

Anfang 2011 brachte Google Chrome monatlich ein neues Versionsupdate auf den Markt. In den Versionen 9.0 bis 11.0, welche von Februar bis März erschienen, wurde der Funktionsumfang von Google Chrome zwar nicht dramatisch erweitert, dennoch fanden sich in den Updates nützliche Neuerungen, wie die erneute Optimierung der JavaScript-Unterstützung, Hardware-Beschleunigung bei der Wiedergabe von Videos und den Ausbau der HTML5-Unterstützung.

Mit Version 11 vom 27. April 2011 tauscht Google zudem das Logo des Browsers aus. Das vormals futuristische und an ein UFO-erinnernde Symbol musste einem schlichtgehaltenem Icon weichen. Dieser Austausch des Symbols sollte die Merkmale Google Chromes hervorheben. Der Browser präsentiert sich zwar in einem schlanken und schlicht gehaltenem Design, kann jedoch trotzdem seinen vollen Funktionsumfang abrufen.

Google Chrome Version Screenshot In der bisherigen Geschichte von Google Chrome gab es zwei Logo-Versionen

Zwischen Version 11 und 12 gab es eine gut zweimonatige Pause, bevor Google das neueste Update veröffentlichte. Die nachfolgenden Versionen verbesserten insbesondere die Handhabung von einzelnen Tabs im Browser. Seit dem Release von Version 13 am 2. August 2011 ist die Verwendung mehrerer Profile mit Google Chrome möglich.

Durch die stets kürzer werdenden Abstände zwischen den einzelnen Veröffentlichungen der einzelnen Versionen fallen die Erweiterungen des Funktionsumfangs zwischen den einzelnen Releases auch nicht mehr so großräumig aus. Durchgeführte Verbesserungen ist etwa die Einführung der bis heute bekannten „Neuer Tab“-Seite, mit der Darstellung von Anwendungen, Lesezeichen und beliebtesten Seiten in Version 15 von Google Chrome (25. Oktober 2011), die für Tablet-PCs optimierte Startseite aus Version 16 (13. 12. 2011) oder die verbesserte Hardwarebeschleunigung auch für ältere Computer (Version 18, 28. März 2012).

Ab Version 19 überprüft Google Chrome nun auch die Rechtsschreibung bei der Eingabe von Text in Formulare auf Webseiten. Die weiteren Versionen optimieren die Bedienung von Google Chrome insbesondere für die Nutzung auf mobilen Endgeräten, wie Tablet-PCs und Smartphones sowie die Einführung der Google Chrome-App unter Windows 8 (Version 21 vom 31. Juli 2012). Mit der Version 24. 0 vom 10. Januar 2013 wurde die Unterstützung von MathML in den Browser integriert.

In kommende Versionen fokussiert sich Google insbesondere auf den Ausbau der Performance und den Einbau neuer Codecs für die Wiedergabe von Medien im Browser.

Wie in den letzten Releases sichtbar, sind die Sprünge zwischen den einzelnen Updates nicht mehr so gewaltig. Da Google Chrome sich jedoch als beliebte Instanz für die Besuche im Netz auf vielen Computern etabliert hat, ist eine große Veränderung des Browsers schließlich auch nicht mehr nötig. Die vielen Vorteile bei der Benutzung des Browsers haben einen Großteil der Nutzer überzeugt, Google Chrome auf dem heimischen PC einzurichten.

Neben der bekannten Version von Google Chrome auf PCs existieren noch Google Chrome-Versionen für Android, sowie iOS-Geräte.

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