Wie viel Sicherheit bietet Google Chrome wirklich?

Marvin Basse

Vielen Nutzern des Webbrowsers ist es bereits klar, andere können nicht so recht überzeugt werden, aber nach einer Reihe von Tests und Gegenüberstellung kristallisierte sich heraus, dass Google Chrome der sicherste Browser auf dem Markt ist. Da bei Google Chrome eine konsequente Sandbox-Architektur umgesetzt wurde, ist es für einen Angreifer außerordentlich schwierig, durch den Browser auf das System zu gelangen.

Der Chrome Browser ist seit 2008 auf dem Markt und hat sich seitdem weit nach vorn gearbeitet. Seit 2009 ist sich Hersteller Google von der Sicherheit seines Browser so überzeugt, dass er den Browser beim Pwn2Own-Event angemeldet hat, einer Veranstaltung für Hacker, die einen Computer mit einem bestimmten installierten Browser zu knacken versuchen. Als Preis winkt der gehackte Computer und eine ganze Menge Geld.

Google ist sich sicher: Chrome bietet Sicherheit

Durch die enge Zusammenarbeit von Google mit vielen Sicherheitsfachleuten gilt Chrome nach wie vor als der sicherste Browser. Auch die Einbeziehung der Community ist ein wichtiger Punkt im Sicherheitsmodell: Bevor ein Feature Einzug in die stabile (und am häufigsten im Alltag genutzte) Version von Google Chrome Einzug hält, durchläuft es als erstes den Canary Build (quasi das Alpha-Testing), den Developer-Build und den Beta-Build, die alle drei ebenfalls für jeden erhältlich sind. So gibt Google Entwicklern die Möglichkeit, schon sehr früh neue Funktionalitäten zu testen und erhält dafür im Gegenzug ausführliche Testberichte, falls ein Fehler auftritt.

Kopfgelder für Google Chrome’s Sicherheit

Im Jahr 2012 gelang es - für das Preisgeld von 60.000 US-Dollar - dem russischen Sicherheitsforscher Sergej Glasunow erstmals, das Sicherheitsmodell des Google Chrome zu umgehen und auf das darunterliegende Windows-System zugreifen zu können. Google schloss die entsprechende Sicherheitslücke jedoch binnen 24 Stunden.

Das Vertrauen, das Google in seinen Browser setzt, zeigt sich auch durch ein allgemeingültiges Preisgeld, welches Google ausgesetzt hat: Wer sicherheitsrelevante Programmfehler findet und diese an Google meldet, erhält zwischen 500 und 3.133,7 US-Dollar (letzteres abgeleitet aus dem Leetspeak-Wort für „Elite“).

Auch das BSI empfiehlt den Google Chrome

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt inzwischen offiziell die Empfehlung, auf Windows-Rechnern Google Chrome einzusetzen, da dieser die höchste Sicherheit bietet. Dies wird einerseits dadurch erreicht, dass Chrome für jeden Tab, jedes Fenster und jedes Plugin einen eigenen Windows-Prozess startet, die isoliert voneinander laufen. Andererseits schottet Google Chrome jedes sicherheitskritische Feature durch das Sandbox-Prinzip ab und verhindert so den direkten Zugriff des Browsers auf das Betriebssystem.

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„Inkognito-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web mit iPhone und Co.

Kritik gegen die Sicherheit von Google Chrome

Google Chrome Sicherheit In den Einstellungen von Google Chrome können Sie den Datenschutz erhöhen

Ein Kritikpunkt gegen den Google Chrome ist der eher sorglose Umgang mit dem Datenschutz. Im Hintergrund sendet der Browser nämlich ständig Nutzerdaten an Google, die dort ausgewertet werden. Über die Einstellungen, die über das Chrome-Menü oder über die URL chrome://settings erreichbar sind, können unter „Erweiterte Einstellungen“ verschiedene Datenschutz-Optionen deaktiviert werden. Zu diesem Optionen erhalten Sie unter „Weitere Informationen“ auch ausführliche Beschreibungen.

Wer also am besten vor Gefahren aus dem Web geschützt sein möchte, sollte sich Google Chrome einmal anschauen. Wenn Sie jedoch datenschutzrechtliche Bedenken gegenüber Google haben, wird ein anderer Browser empfohlen.

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