Google Chrome: "Er ist tot, Jim!" - Erläuterungen zur Fehlermeldung

Marvin Basse

Die Fehlermeldung „Er ist tot, Jim“ gibt Google Chrome von Zeit zu Zeit aus, wenn einer der geöffneten Tabs abstürzt. Doch wie kommt es zu dieser Meldung, und wie kann man diese verhindern? Und wer ist eigentlich Jim?

Dass die Entwickler von Google einen schrägen Humor haben, ist spätestens seit den Google Doodles jedem klar. Entsprechend dem aktuellen Anlass zeigt die Google-Webseite verschiedene Animationen, Bilder oder sogar kleine Flashgames. In diese ist traditionsgemäß das Google-Logo mit eingebaut. Mit diesem Vorwissen ist es nicht verwunderlich, dass auch der Chrome-Browser einige versteckte Anspielungen enthält. So ist auch die Fehlermeldung „Er ist tot, Jim!“ nicht von ungefähr.

Was bedeutet „Er ist tot, Jim!“ in Google Chrome?

Google Chrome führt jeden geöffneten Tab und jedes Plugin in einem eigenen Windows-Prozess aus. Da jeder Prozess unter Windows einen eigenen Speicherbereich im RAM reserviert, kann es bei vielen geöffneten Tabs je nach Arbeitsspeicher-Größe dazu kommen, dass die Speicherkapazität zuneige geht.

Um die Systemstabilität nicht zu beeinträchtigen, „tötet“ Chrome bei geringen Ressourcen automatisch einige Tabs, um Speicher freizugeben. Die Meldung besagt also nur, dass momentan sehr viele Tabs geöffnet sind und der freie Arbeitsspeicher knapp wird. Ihr braucht daher keine Angst vor dieser Meldung zu haben. Auch nicht, wenn ihr selbst Jim heißt. Um in Ruhe weitersurfen zu können, solltet ihr lediglich ein paar nicht mehr benötigte Tabs schließen.

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„Er ist tot, Jim!“ - Google Chrome’s Star Trek Nerds unter sich

Das Zitat „Er ist tot, Jim!“ ist ein Running Gag der Science-Fiction Serie Star Trek: Enterprise. Mit Jim ist dabei der Captain des Raumschiffs USS Enterprise gemeint, James (Jim) Tiberius Kirk, angesprochen. Die Aussage stammt vom Bordarzt Doktor Leonard („Pille“) McCoy.

McCoy ist ein guter Freund des Captains und gehört daher zu den wenigen Auserwählten, die den Captain mit seinem Vornamen ansprechen dürfen. McCoy diagnostiziert mit diesem Ausspruch das Ableben der namenlosen Crewmen in den roten Shirts.

Übrigens: Wer sich den lustigen Spruch auch einmal auf dem eigenen Rechner ansehen möchte, der muss seinen Google Chrome nicht bis an den Rand des Absturzes treiben, sondern kann einfach die URL chrome://kill in die Adresszeile eingeben. Entgegen der Behauptung auf dem Bildschirm kommt dabei garantiert niemand zu Schaden.

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