Ich habe Google Earth gespielt, und es machte auch noch Spaß

Marina Hänsel

Wo zur Hölle ist Carmen Sandiego? Nicht in der Hölle, wie es aussieht, sondern irgendwo in Google Earth. Freund, Helfer und Herrscher der Welt Google hat ein kleines Wo ist Waldo-Spiel auf die digitale Erde losgelassen, und es ist überraschend spaßig.

Ich habe Google Earth schon früher gespielt. Nur womöglich nicht im angedachten Sinne, was mich nie dabei gestört hat: Geisterhäuser wie Amytiville direkt auf der digitalen Erde suchen und durch das Fenster zu spähen? Spaß! Schauen, ob es bei Area 51 wirklich ein geheimnisvolles, abgesperrtes Gebiet gibt? Spaaaaß! Ich bin natürlich nicht die einzige gewesen, Google Earth ist immerhin bekannt für etliche Easter Eggs und verrückte Erscheinungen, um die sich gern ein paar Verschwörungstheorien spinnen.

Jetzt aber ist Google Earth tatsächlich spielbar – und schickt dich auf die Suche nach der fiktiven Meisterdiebin Carmen Sandiego. In einer seltsamen Dimension zwischen Wirklichkeit und Fiktion springst du in rasanter Geschwindigkeit über den Globus, begleitet von recht eindeutigen Hinweisen, die dich zum nächsten Zielort weisen. Ob du da dann auch wirklich richtig stehst, siehst du immer, wenn eine Cutscene startet. Schwer ist das Spiel nicht, aber der voyeuristische Aspekt gestaltet es dennoch unterhaltsam: Du zoomst in verschiedenste Städte hinein und darfst ein wenig dem Fernweh frönen, während du über Londons Buckingham Palace schwebst.

Wie der Zufall so will, kannst du Sandiego seit Januar auch auf Netflix in einer eigenen Serie bewundern; der Mythos um die Meisterdiebin basiert jedoch auf dem alten Adventure „Where in the World is Carmen Sandiego?“, das in den 80ern auf den Markt schlich.

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Googles „Wo in aller Welt ist Carmen Sandiego“ ist ein kurzes und unterhaltsames Spiel für Zwischendurch, außerdem ist es kostenlos. Bist du am Ende, verspricht Google zudem, dass es eine Fortsetzung geben wird – wo die uns dann wohl hinführt? Ich bin gespannt, insbesondere da sich die Gerüchte um Googles Spielekonsole weiter verdichten. Und es spricht kaum etwas dagegen, dass wir am Ende unserer Sandiego-Reise nicht nur eine Meisterdiebin finden könnten, sondern auch eine Ankündigung, richtig?

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