Google Earth und das KML-Format

Marco Kratzenberg

Jedes bessere Outdoor-Navigationsgerät bietet inzwischen die Option, seine gesammelten Daten auch zu exportieren. Doch die exportierten Daten wären sinnlos, gäbe es keine Möglichkeit, sie in einem Kartenumfeld abzubilden. Da empfindet es sicher jeder als Segen, dass der Google Earth Download das Feature bietet, solche Daten im KML- bzw. KMZ-Format zu importieren, um sie in einer Karte darzustellen.

Prinzipiell sind die Formate KML und KMZ dasselbe in unterschiedlicher Form. KML, oder wie es eigentlich heißt „Keyhole Markup Language“ ist eine Computersprache, mit der Geodaten gespeichert werden können. Jede KMZ-Datei enthält eine KML-Datei, weil es sich bei KMZ nur um ein komprimiertes Format handelt, ähnlich dem ZIP-Format.

Mit Google Earth KML und KMZ-Daten einlesen

Bei der Installation von Google Earth werden KML und KMZ gleich als programmeigenes Format mit der Anwendung verknüpft. Das bedeutet, dass ein Doppelklick Dateien in diesen Formaten automatisch in Google Earth öffnet. Eine Ausnahme tritt nur dann auf, wenn man nach Google Earth vielleicht ein Spezialprogramm seines GPS-Anbieters installiert hat, dass diese Dateiverknüpfung auf sich selbst „umgebogen“ hat.

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Das KML-Format kann, neben der Ortsbezeichnung, einer Beschreibung und den Koordinaten, noch eine ganze Menge anderer Informationen speichern. Alle sogenannten Erweiterungen für Google Earth greifen auf das Format zurück. Sieht man sich so eine KML-Datei mal in einem Textprogramm an, dann wird man feststellen, dass es sich dabei im Grunde um eine Textdatei mit lauter Befehlen handelt. Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich um eine Art von Programmiersprache, die man lernen kann. Das ist - für grundlegende Funktionen - allerdings nicht nötig, da Google Earth selbst solche Dateien erzeugen kann.

Von Google Earth erzeugte KML- und KMZ-Daten weitergeben

KML-Daten werden nicht nur von GPS-Geräten, wie etwa einer Jogging-Uhr, gespeichert. Sie sind im Internet sogar recht häufig zu finden. Das liegt daran, dass Google Earth in der Lage ist, solche Dateien zu erzeugen und abzuspeichern. Wenn man beispielsweise eine Tour in Google Earth geplant hat oder eine Markierung mit Links oder Videoverbindungen zu Youtube erstellt hat, kann man diese in Google Earth speichern. Das Ergebnis ist eine KMZ-Datei, die man an andere weitergeben kann, damit sie auf dieselben Daten in Google Earth zurückgreifen können.

Google Earth KML KMZ | winload.de

Orte, Markierungen, Verknüpfungen und mehr speichert Google Earth im KML-Format, komprimiert als KMZ

Im Internet gibt es mehrere Tutorials, die sich mit dem Erstellen solcher Daten beschäftigen. Sogar Google selbst hat ein KML-Tutorial veröffentlicht. Damit sollte man sich beschäftigen, wenn man plant, umfangreichere Projekte im KML- bzw. KMZ-Format zu speichern.

Doch die „Basics“ sind wesentlich unkomplizierter. Will man z.B. eine Markierung in eine Karte setzen und diese mit einem Video verbinden, um diese Markierung dann weiterzugeben, dann ist das eine Sache von wenigen Augenblicken. Nachzulesen ist das hier, in einer Anleitung für eine Google Earth Youtube-Verbindung.

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