Den Monitor reinigen: Richtig sauber ohne Schäden

Marco Kratzenberg

Monitore fristen ein seltsames Leben. Obwohl man ständig draufguckt, werden sie kaum beachtet. Auf die großen Röhrenmonitore wurden früher irgendwelche Stofftiere oder sogar Blumen gestellt und es verwundert, dass da selten etwas passiert ist. Die Flatscreens von heute sind vernünftig (matt) oder schick (hochglänzend) aber auf jeden Fall anfällig für Schmutz. Und aus irgendeinem Grund fassen noch mehr Leute auf den Bildschirm, als das früher der Fall war. Kann an der Einführung von Touchscreens liegen.

Den Monitor reinigen: Richtig sauber ohne Schäden

Jedenfalls gibt es viele Möglichkeiten, ein Display zu verdrecken u man muss vorsichtig sein, wenn man seinen Monitor reinigen will. Er verträgt kein Wasser. Aber es lauern auch noch andere Fallen.

Einen Röhren-Monitor reinigen: Worauf muss ich achten?

Die großen Röhrenmonitore sind noch lange nicht ausgestorben. Schließlich wurden sie stabil gebaut und halten teilweise recht lange. Besonders in Büros sind sie noch oft zu finden. Bei Ihnen gibt es wesentlich mehr, was schmutzig werden kann. Nicht nur die Displayfläche wird durch Fettfinger und Staub schmutzig, das ganze Gehäuse zieht Staub an, wie ein Magnet.

Die Front, als den Bildschirm selbst kann man vorsichtig mit Glasreiniger auf einem weichen, sauberen Tuch reinigen. Aber aufpassen, dass nicht zu viel Flüssigkeit verwendet wird. Leicht anfeuchten genügt – und dann vorsichtig wischen. Das Abtrocknen kann man sich in so einem Fall meist sparen,. Weil der Alkohol im Reiniger von selbst trocknet.

Doch man sollte einen Moment an das Innenleben denken. Das Innere eines Röhrenmonitors wird sehr warm. Aus diesem Grund hat so ein Gerät auch oben und unten Belüftungsöffnungen. Die Luft sollte immer frei zirkulieren können. Leider bringt diese Luft auch Staub oder Zigarettenrauch mit ins Innere. Der setzt sich dann fest und verhindert eine vernünftige Kühlung. Das Ergebnis ist nicht selten eine Überhitzung, die dann zu frühzeitigem Versagen des Monitors führt. Wenn man also einen Monitor reinigen will, sollte man überlegen, auch hinter den Kulissen zu putzen. Nun will ich natürlich nicht empfehlen, das Gehäuse zu öffnen. Man kann es mit einem anderen Trick versuchen.

Die Kombination aus einem Staubsauger und Druckluft aus der Dose kann erstaunliche Ergebnisse bringen. Die Druckluft kommt mit einem feinen Röhrchen, das wir durch die Öffnungen in das Gehäuse einführen können – natürlich bei gezogenem Stecker! Wenn wir dann an geeigneter Stelle den Staubsauger auf die Öffnungen setzen, wird der aufgewirbelte Schmutz gleich abgesaugt. Das ist keine Ideallösung, aber auf alle Fälle besser, als auf den Hitzetod zu warten.

Den Flatscreen-Monitor reinigen: Keinen Druck machen!

So richtig große Lüftungsöffnungen hat ein Flachbildschirm natürlich nicht mehr. Obwohl auch er ziemlich warm werden kann. Hier stellt eher das Display selbst das eigentliche Problem dar. Nicht nur, dass noch mehr Leute seit der Einführung der Touchscreens dazu neigen, auf den Bildschirm zu fassen, die Oberfläche selbst ist auch nicht mehr aus pflegeleichtem Glas.

Im Gegenteil, das Display ist extrem druck- und kratzempfindlich. Besonders die hochglänzenden Monitore haben nun nicht mehr nur das Problem, dass jede Lichtquelle stört, sondern zudem noch jeder Fingerabdruck noch besser zu sehen ist. Und wenn man anfängt zu wischen, zerkratzen Staubkörner die Oberfläche.

Reinigungsspezialisten raten zu folgender Methode: Zuerst wird der Bildschirm mit einem feinen Pinsel oder Besen von Staub befreit. Dann nimmt man entweder eines der speziellen Reinigungstücher für TFT-Monitore, oder ein sanftes Reinigungsmittel – möglichst ohne Alkohol – auf einem weichen Tuch. Alkohol kann nämlich Oberflächenversiegelungen angreifen, die gegen Spiegelungen helfen sollen.

Ganz wichtig ist, nicht zu viel Druck auszuüben. Die Oberfläche dieser Bildschirme gibt nach! Schnell kommt es da zu Beschädigungen und dann eventuell zu Pixelfehlern. Sanft, kreisförmig wischen. In Ecken kann ein feuchter Wattestab zum Einsatz kommen. Mit den speziellen Pflegetüchern kann ich den Monitor reinigen und habe fürs nächste Mal gleich wieder eins zur Hand. Denn der nächste Fettfinger kommt schneller als man denkt!

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