Heimdall: Flashen mit OS X, Linux & Windows (Download & Anleitung)

Martin Malischek 6

Zwar ist Odin das Nonplusultra, wenn es um das Flashen von ROMs auf Samsung-Smartphones geht. Linux- sowie Mac-Nutzer schauen hierbei jedoch in die Röhre. Wie erklären euch, wie das Tool „Heimdall“ funktioniert und bieten Downloads für die Windows-, Mac OS X- sowie Linux-Versionen an.

Heimdall ist die beste Odin-Alternative für das Flashen von ROMs auf Samsung-Smartphones. Doch zuallererst: Um was handelt es sich eigentlich bei Odin, von dem ich hier gerade spreche? Das Windows-Programm „Odin“ ist die Samsung-eigene Anwendung zur Übertragung von mobilen Betriebssystemen auf die südkoreanischen Smartphones.

Heimdall: Regelmäßig weiterentwickeltes Flash-Tool

Samsung bietet das Programm nicht offiziell an, es handelt sich um geleakte Software. Was heißt, dass es sich um eine inoffizielle Version handelt, bei welcher mögliche Fehler unter Umständen nicht direkt behoben werden, da die neueste Version nicht den Weg aus den Samsung-Hallen schafft.

Heimdall heißt die Alternative, welche von ihrem Entwickler „Glass Echidna“ regelmäßig Aktualisierungen spendiert bekommt. Hierbei wird jede Plattform bedient. Selbst Mac-User, die ein Samsung-Smartphone besitzen, kommen so in den einfachen Genuss von Custom-ROMs. Ganz so einfach wie mit Odin ist es dann aber doch nicht. Je nach Betriebssystem müsst ihr verschiedene Schritte erledigen.

Heimdall: Download und Installation für die jeweiligen Betriebssysteme

heimdall_windows_linux_mac_os_x

Liste der unterstützten Samsung-Geräte:

  • Galaxy S (GT-I9000)
  • Galaxy S3 (GT-I9300)
  • Galaxy S4 (GT-I9505)
  • Galaxy S2 Skyrocket (SGH-I727)
  • Galaxy S2 (SGH-I777)
  • Captivate Glide (SGH-I927)

Achtung! Durch das Flashen eines Gerätes erlischt in der Regel der Garantieanspruch. Durch unsachgemäße Handhabung kann das Gerät zu Schaden kommen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einen erfahrenen Nutzer zu Rate ziehen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir in keiner Weise für Schäden am Gerät verantwortlich sind. Ihr handelt also auf eigene Gefahr.

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Flashen mit Heimdall unter Windows (Anleitung & Download)

heimdall_windows

Windows-Nutzer unter euch haben einen einfachen Weg vor sich. Zuallererst müsst ihr euch (natürlich) die aktuellste Heimdall-Version installieren, welche ihr hinter unserem Download-Button findet. Falls noch nicht durch andere Programme geschehen, muss zusätzlich die Umgebung Visual C++ 2012 von Microsoft installiert werden. Diese findet ihr hier zum Download.

Flashen mit Heimdall unter Windows: Schritt-für-Schritt

Hinweis: Diese Anleitung ist für das Flashen von ROMs, die nicht mit Heimdall kompatibel sind. Falls ihr eine kompatible .tar.gz-Datei flashen wollt, könnt ihr sie unter „Load Package einfügen“ und müsst lediglich die PIT-Datei unter „Utilities“ einfügen.

Außerdem benötigt ihr möglicherweise die Samsung-USB-Treiber, welche ihr im Heimdall-Ordner „Drivers“ findet. Führt die „zadig.exe“ aus und installiert sie. Ist das geschehen, müsst ihr nur die .zip-Datei, in der Heimdall steckt, entpacken. Dies kann am Ort eurer Wahl geschehen, für das Flashen ist der Pfad unerheblich. Weiter geht es Schritt-für-Schritt:

  • Startet heimdall-frontend mit einem Doppelklick auf die Datei im Ordner
  • Ladet euch die gewünschte, zu flashende, ROM herunter
  • Entpackt sie, bis ihr folgende Dateien vorfindet (möglicherweise nicht alle):
    • boot.bin, cache.img, factoryfs.img, hidden.img, modem.bin, param.lfs, Sbl.bin, ZImage
  • Diese ordnet ihr unter „Flash“ den jeweiligen Software-Komponenten zu, eine Liste zur Hilfe findet ihr am Ende des Artikels:
    • Mit „Partition Details“ die jeweilige Komponente auswählen und die dazugehörige Datei unter „File“ aufführen
    • Dann klickt ihr auf „Add“ zum Hinzufügen
  • Schaltet euer Samsung-Smartphone aus und startet es mit dem Home- der „Lautstärke nach unten“- sowie Power-Taste im Bootload-Modus
  • Schließt es mit einem USB-Kabel an euren PC an
  • Klickt auf „Utilities“, dann auf „Detect“, anschließend gebt ihr der Datei einen Namen und speichert sie.
  • Die PIT-Datei fügt ihr dann auf der „Flash“-Seite hinzu, sie ist für das Flashen unentbehrlich
  • Habt ihr die Dateien abgearbeitet, könnt ihr das Flashen starten
  • Euer Smartphone sollte sich neu starten und die Installation erfolgreich vonstatten gegangen sein

Liste der zu flashenden Dateien

  • boot.bin - primary boot
  • Sbl.bin - secondary boot
  • factoryfs.img - factoryfs
  • cache.img - cache
  • zImage - kernel
  • modem.bin - modem
  • hidden.img - hidden
  • param.lfs - param

Achtung! Durch das Flashen eines Gerätes erlischt in der Regel der Garantieanspruch. Durch unsachgemäße Handhabung kann das Gerät zu Schaden kommen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einen erfahrenen Nutzer zu Rate ziehen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir in keiner Weise für Schäden am Gerät verantwortlich sind. Ihr handelt also auf eigene Gefahr.

Heimdall-Alternative Odin:

Nicht erfolgreich mit Heimdall unter Windows? Versucht es doch mal mit Odin (Download & Anleitung)!

Tutorial: Smartphone mit Odin flashen.

Odin: Anleitung & Download

Flashen mit Heimdall unter Linux (Anleitung & Download)

heimdall_linux

Während unter dem Microsoft-Betriebssystem das Frontend (eine benutzerfreundliche Oberfläche) für Heimdall euch unterstützend zur Seite steht und standardmäßig mit im Paket zu finden ist, müsst ihr dieses unter Linux zusätzlich installieren.

Unterstützte Linux-Distributionen:

  • Ubuntu
  • OpenSuse
  • Fedora
  • Debian
  • Arch Linux
  • Centose
  • Red Hat Enterprise Linux

Auf dieser Seite findet ihr neben der Installationsdateien für die verschiedenen Linux-Distributionen auch die Frontend-Datei, welche wir euch für ein einfacheres Flashen mit Heimdall empfehlen. Ladet die „Heimdall“- sowie „Heimdall-Frontend“-Datei herunter und installiert sie. Habt ihr dies getan, könnt ihr Heimdall über das Terminal mit „sudo heimdall-frontend“ starten. Weiter geht es Schritt-für-Schritt:

Flashen mit Heimdall unter Linux: Schritt-für-Schritt

Hinweis: Diese Anleitung ist für das Flashen von ROMs, die nicht mit Heimdall kompatibel sind. Falls ihr eine kompatible .tar.gz-Datei flashen wollt, könnt ihr sie unter „Load Package einfügen“ und müsst lediglich die PIT-Datei unter „Utilities“ einfügen.

  • Ladet euch die gewünschte, zu flashende, ROM herunter
  • Entpackt sie, bis ihr folgende Dateien vorfindet (möglicherweise nicht alle):
    • boot.bin, cache.img, factoryfs.img, hidden.img, modem.bin, param.lfs, Sbl.bin, ZImage
  • Diese ordnet ihr unter „Flash“ den jeweiligen Software-Komponenten zu, eine Liste zur Hilfe findet ihr am Ende des Artikels
    • Mit „Partition Details“ die jeweilige Komponente auswählen und die dazugehörige Datei unter „File“ aufführen
    • Dann klickt ihr auf „Add“ zum Hinzufügen
  • Schaltet euer Samsung-Smartphone aus und startet es mit dem Home- der „Lautstärke nach unten“- sowie Power-Taste im Bootloader
  • Schließt es mit einem USB-Kabel an euren PC an
  • Klickt auf „Utilities“, dann auf „Detect“, anschließend gebt ihr der Datei einen Namen und speichert sie.
  • Die PIT-Datei fügt ihr dann auf der „Flash“-Seite hinzu, sie ist für das Flashen unentbehrlich
  • Habt ihr die Dateien abgearbeitet, könnt ihr das Flashen starten
  • Euer Smartphone sollte sich neu starten und die Installation erfolgreich vonstatten gegangen sein

Liste der zu flashenden Dateien

  • boot.bin - primary boot
  • Sbl.bin - secondary boot
  • factoryfs.img - factoryfs
  • cache.img - cache
  • zImage - kernel
  • modem.bin - modem
  • hidden.img - hidden
  • param.lfs - param

Achtung! Durch das Flashen eines Gerätes erlischt in der Regel der Garantieanspruch. Durch unsachgemäße Handhabung kann das Gerät zu Schaden kommen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einen erfahrenen Nutzer zu Rate ziehen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir in keiner Weise für Schäden am Gerät verantwortlich sind. Ihr handelt also auf eigene Gefahr.

Heimdall: Flashen mit Mac OS X (Anleitung & Download)

heimdall-frontend

Mac OS X-Nutzer können ebenfalls auf Heimdall zurückgreifen. Samsung-Smartphones lassen sich so auch mit dem Mac einfach flashen. Hierfür benötigt ihr lediglich die Installationsdatei, welche wir für euch als Download hinterlegt haben.

Über die Installation werden einerseits die benötigten Treiber implementiert, andererseits auch die benutzerfreundlichere Grafikoberfläche sowie das Programm an sich installiert.

Hinweis: Da die Installation nicht offiziell über den iTunes Store erfolgt, müsst ihr der Ausführung von Setups Dritter zustimmen.

Flashen mit Heimdall unter Mac OS X: Schritt-für-Schritt

Hinweis: Diese Anleitung ist für das Flashen von ROMs, die nicht mit Heimdall kompatibel sind. Falls ihr eine kompatible .tar.gz-Datei flashen wollt, könnt ihr sie unter „Load Package einfügen“ und müsst lediglich die PIT-Datei unter „Utilities“ einfügen.

  • Öffnet „Heimdall Frontend“
  • Ladet euch die gewünschte, zu flashende, ROM herunter
  • Entpackt sie, bis ihr folgende Dateien vorfindet (möglicherweise nicht alle):
    • boot.bin, cache.img, factoryfs.img, hidden.img, modem.bin, param.lfs, Sbl.bin, ZImage
  • Diese ordnet ihr den jeweiligen Software-Komponenten unter „Flash“ zu, eine Liste zur Hilfe findet ihr am Ende des Artikels:
    • Mit „Partition Details“ die jeweilige Komponente auswählen und die dazugehörige Datei unter „File“ aufführen
    • Dann klickt ihr auf „Add“ zum Hinzufügen
  • Schaltet euer Samsung-Smartphone aus und startet es mit dem Home- der „Lautstärke nach unten“- sowie Power-Taste im Bootloader
  • Schließt es mit einem USB-Kabel an euren PC an
  • Klickt auf „Utilities“, dann auf „Detect“, anschließend gebt ihr der Datei einen Namen und speichert sie.
  • Die PIT-Datei fügt ihr dann auf der „Flash“-Seite hinzu, sie ist für das Flashen unentbehrlich
  • Habt ihr die Dateien abgearbeitet, könnt ihr das Flashen starten
  • Euer Smartphone sollte sich neu starten und die Installation erfolgreich vonstatten gegangen sein

Liste der zu flashenden Dateien

  • boot.bin - primary boot
  • Sbl.bin - secondary boot
  • factoryfs.img - factoryfs
  • cache.img - cache
  • zImage - kernel
  • modem.bin - modem
  • hidden.img - hidden
  • param.lfs - param

Achtung! Durch das Flashen eines Gerätes erlischt in der Regel der Garantieanspruch. Durch unsachgemäße Handhabung kann das Gerät zu Schaden kommen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einen erfahrenen Nutzer zu Rate ziehen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir in keiner Weise für Schäden am Gerät verantwortlich sind. Ihr handelt also auf eigene Gefahr.

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