Inpaint: Bildbereiche entfernen

Katharina Sckommodau

Störende Bildbereiche lassen sich mit vielen Methoden entfernen. Professionelle Programme zur Bildbearbeitung bieten in der Regel mehrere Werkzeuge und Lösungen dazu. Das kostenlose Inpaint hat sich ganz auf eine Methode spezialisiert - wir haben die App getestet.

Inpaint: Bildbereiche entfernen

Ob es sich nun um ein störendes Stromkabel in der romantischen Berglandschaft oder um einen unschönen Pickel im Gesicht handelt - verspricht, alle diese Dinge restlos aus dem Bild zu entfernen. Und das mit nur wenigen Mitteln: Sehr unspektakulär sieht die Werkzeugleiste aus, hier eine Schaltfläche zum Öffnen des Fotos, daneben eine zum Speichern, Schalter zum Vergrößern, Verkleinern und zum Rückgängig machen.

Wirklich wichtig sind die drei mittleren Schaltflächen in der Werkzeugleiste:

  • Der rote Marker: Damit werden die zu entfernenden Bildbereiche großflächig übermalt
  • Das grüne Linienwerkzeug: Beliebig viele Linien, die damit gezogen werden, sollen bei der Berechnung des „Füllmaterials“ eine Orientierung bieten.
  • Der blaue Pfeil: Ein Klick darauf startet die Bearbeitung der markierten Bildbereiche.

Die Vorgehensweise ist also einfach: Zu entfernenden Gegenstand maskieren, Orientierungslinien ziehen und Inpaint berechnen lassen.

Wir haben das an einigen Beispielen ausprobiert. Im ersten Beispiel funktioniert die App prächtig, ganz so, wie sie soll: Die Person auf der Wiese soll entfernt werden. Die gesetzten Orientierungslinien am Waldrand, den Bäumen und in der Wiese verhelfen dem Programm zu einem überzeugenden Ergebnis:

Wagen wir uns an ein komplexeres Beispiel: Ein Hund steht in den Bergen auf einer Steintreppe. Im Hintergrund befinden sich Seile als Geländer, etwas Wasser und Felsen - viele einzelne Details, die wir brav mit Führungslinien versehen haben.

Die Berechnung dauerte schon etwas länger als im ersten Beispiel, kein Wunder bei den vielen Führungslinien. Das Ergebnis entspricht dann leider auch nicht dem, was wir und vorgestellt hatten. Hier konnte die App einfach nicht mehr die verschiedenen Oberflächen den einzelnen Bildstellen richtig zuordnen:

Doch bei diesem Beispiel muss sogar der Platzhirsch Photoshop CS5 passen. Wir haben eine Auswahl inhaltssensitiv gefüllt und haben ein ähnlich unbefriedigendes Ergebnis bekommen, wie es das unteren Bild zeigt:

Fazit

Zaubern kann Inpaint also nicht. Für einfachere Aufgaben eignet sich die App jedoch hervorragend, wie es das erste Beispiel zeigt. Zudem lassen sich kleinere Gesichts-Retuschen im Handumdrehen erledigen, etwa das Entfernen von Leberflecken oder Pickeln. Hier braucht man noch nicht einmal die grünen Linien zu ziehen.

 

Und noch ein kleiner Scherz am Rande: Sogar eine Zahnlücke lässt sich füllen, wenn die Maske die exakte Form des „virtuellen Ersatzzahns“ annimmt:

Verfügbarkeit

Inpaint gibt es als kostenlos im App Store. Eine PC-Version bietet der Hersteller auf seiner Homepage zum Download an

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