Home Automation: Hauselektronik steuern per Google Now-Sprachbefehl [Videos]

Frank Ritter 3

Ein weiteres Beispiel für die fantastischen Möglichkeiten, die Android mit ein wenig Erfindungsgabe und Bastelei zu bieten hat, wollen wir euch hier präsentieren. Zwei YouTube-Nutzer zeigen, wie sie diverse wichtige Funktionen in ihrem Eigenheim per Google Now-Sprachbefehl fernsteuern: Von Türen über Thermostaten bis hin zu Fernsehern und Lampen.

Würde man ein Loblied auf die Software-Bastlerszene von Android anstimmen wollen, käme ein Lied dabei heraus, das nie verklingt. Eine besonders lobende Strophe in diesem Kanon wäre wohl dem Projekt von YouTuber Armando Ferreira gewidmet. Der kann mithilfe von Google Now diverse elektrische und elektronische Vorrichtungen in seinem Haus steuern – von Lichtern über Türschlösser bis hin zu seinem Computer. Möglich wird das dank einer Kombination aus einem gerooteten Nexus 5 (Test) mit installiertem Xposed-Framework, einer inoffiziellen Google Now-API für Xposed, Tasker und dem AutoVoice-Plugin. Natürlich braucht man auch entsprechende Controller für die eigentlichen Geräte, die Steuerungsbefehle vom Smartphone entgegennehmen können.

Die Lösung ist ziemlich „hacky“ und basiert im Kern auf einer selbst zusammengezimmerten API für Google Now, die natürlich in keiner Form von Google unterstützt wird und jederzeit aufhören kann, zu funktionieren. Die Befehle werden vom Auto Voice-Plugin für das mächtige Tool Tasker (Tutorial) aufgenommen, wo sie dann interpretiert und an die Controller für die Hauselektronik weitergegeben werden. Besonders spannend wird das in Verbindung mit dem nur in den USA erhältlichen Moto X, das Google Now-Befehle auch bei ausgeschaltetem Bildschirm entgegennehmen kann.

Weitere Infos findet zu AutoVoice findet man auf der Website des Entwicklers, der nebenbei noch zahlreiche weitere interessante Tasker-Plugins anbietet.

Wer interessiert ist und wissen möchte, was mit AutoVoice noch alles möglich ist, sollte sich aber auch diese Videos ansehen, die bereits einige Monate alt sind. Im ersten steuert YouTube-Nutzer Doug Gregory Lampen und Wohnzimmer-Entertainment auf ziemlich beeindruckende Weise über, teils gekoppelte, Sprachbefehle fern …

… im zweiten Video ist das Home Automation-System an ein Bild des Zimmers gekoppelt, in dem man herumtappen kann, um verschiedene Geräte ein- und auszuschalten.

Der nächste logische Schritt wäre dann möglicherweise ein echtes Augmented Reality-System. Man stelle sich vor: Eine App zeigt das aktuelle Kamerabild im Sucher, man visiert den Fernseher an und tappt darauf. Wie von Zauberhand geht das TV-Gerät an, das Umgebungslicht wird gedimmt und das Smartphone zeigt sogleich eine Software-Fernbedienung an – angesichts der hier gesehenen Entwicklungen scheint ein solches Szenario gar nicht mehr so undenkbar.

Google selbst wollte mit seinem Android@Home-Projekt 2011 ebenfalls Home Automation unterstützen, dieses schlief jedoch wieder ein. Es wäre an der Zeit, Android@Home wiederzubeleben – insbesondere mithilfe der heute deutlich besseren Google-Sprachsuche und Google Now-Karten hätte ein solches System hohes Potential.

Würdet ihr euer Haus oder eure Wohnung auch automatisieren und fernsteuern oder habt ihr dabei Bedenken in puncto Sicherheit? Besitzt ihr gar Home Automation-Systeme? Eure Meinungen und Erfahrungen in die Kommentare.

[via Android Police, (2)]

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