10-jähriger Hacker erhält 9.043 Euro von Facebook

Tuan Le

Früh übt sich: Ein 10-jähriger Hacker aus Finnland hat nun 9.043 Euro und 18 Cent von Facebook erhalten, da er das Unternehmen auf eine Sicherheitslücke im sozialen Fotodienst Instagram aufmerksam gemacht hatte.

Es ist ziemlich ironisch, das der Finne Jani (Nachname logischerweise nicht bekannt) einen Bug in einem milliardenschweren sozialen Netzwerk entdeckt hat, dass er eigentlich im Alter von 10 Jahren noch gar nicht benutzen darf. Eigentlich gilt für Instagram nämlich eine Altersbeschränkung von 13 Jahren, doch in diesem Falle dürften die Entwickler des Dienstes eine Ausnahme machen. Schließlich hat der junge Hacker seine Zeit nicht damit verbracht, seine Umwelt mit Fotos seines Mittagessens zu torpedieren, sondern sich gezielt auf die Suche nach Bugs und Fehlern im System gemacht. Dies berichtete gestern die finnische Zeitung Iltalehti im Rahmen eines Interviews mit dem Nachwuchshacker.

Facebook setzt Kopfgeld auf Bugs und Fehler aus

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So ganz zufällig hat sich der Junge dabei wohl nicht auf die Suche begeben, denn bekanntlich zahlt Facebook kräftig Geld für jeden Entwickler, der Fehler im System entdeckt und diese ordnungsgemäß an Facebook meldet. Einem Report aus dem vergangenen Jahr zufolge hat man insgesamt bereits 4,3 Millionen US-Dollar im Rahmen dieser Jagd auf Bugs ausgeschüttet - das klingt im ersten Moment nach einer Menge Geld, doch wenn man bedenkt, wie viele Milliarden an Marktwert Facebook und die damit zusammenhängenden Dienste - neben Instagram auch WhatsApp - besitzen, dürfte es sich hierbei um sehr gut investiertes (Klein-)Geld für den Internetriesen handeln.

Konkret ging es bei dem Bug darum, dass der Junior-Hacker durch die Manipulation einiger Codezeilen auf den Instagram-Servern beliebige Kommentare löschen konnte - egal, unter welchem Bild sie gepostet wurden oder von wem sie geschrieben wurden. Gegenüber Forbes bestätigte Facebook diesen Bug, der wohl aufgrund eines Fehlers in der Private API auftrat, die vor dem Löschen von Kommentaren nicht überprüfte, ob der entsprechende Nutzer überhaupt die Befugnis dafür hat. Eigentlich ist dies auch nicht notwendig, da unbefugten Nutzern gar nicht die Löschoption angezeigt wird - es sei denn, man ist einfallsreich genug und findet das passende Schlupfloch.

Wirklich gravierend erscheint der Fehler im ersten Moment nicht, für Stars oder prominente Persönlichkeiten hätte der Bug aber schwerwiegende Konsequenzen haben können - etwa wenn der Eindruck erweckt wird, man würde unliebsame Nutzerkommentare einfach rigoros löschen. Der Bug wurde von Jani bereits im Februar eingereicht, im selben Monat hat Facebook dann die Meldung als korrekt bestätigt und den entsprechenden Fehler behoben - natürlich nicht, ohne dem findigen jungen Hacker schließlich im März ein entsprechendes Kopfgeld auszuzahlen:

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Quelle: Forbesiltalehti.fi via The Next Web

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