Instagram: 80 Mio. Nutzer, aber kein Twitter-Freundefinder mehr

Frank Ritter

Das Fotonetzwerk Instagram macht wieder einmal Schlagzeilen. Zum einen weil der mittlerweile von Facebook gekaufte Dienst eine Nutzerbasis etwa von der Bevölkerung Deutschlands hat, zum anderen, weil eine nicht unerhebliche Funktion derzeit nicht funktioniert: der Import von Twitter-Freunden.

Instagram: 80 Mio. Nutzer, aber kein Twitter-Freundefinder mehr

Instagram hat in nicht einmal zwei Jahren Flickr den Rang als coolstes Fotonetzwerk der Welt abgelaufen. Und das, obwohl Instagram nicht viel mehr macht, als mit dem Smartphone geschossene Bilder quadratisch zu beschneiden, mit Effekten zu versehen in einen rudimentären Webdienst hochzuladen und optional in soziale Netzwerke weiterzuverteilen. Trotz, oder vielleicht sogar aufgrund, dieser eingeschränkten Funktionalität ist Instagram so beliebt, dass sich die kumulierten Nutzerzahlen der Android- und iOS-App nun auf 80 Millionen weltweit belaufen. Das berichtet das Instagram-Blog in einem Beitrag von gestern Abend. Durchaus beeindruckend, zumal die Nutzerzahl sich laut Wikipedia noch im April - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Instagram von Android - bei 30 Millionen befand.

Die andere, aus Sicht von Instagram und dessen Nutzern schlechtere, Nachricht ist, dass man derzeit keine Followees von Twitter mehr automatisch zu seinen Instagram-Kontakten hinzufügen kann. Twitter hat den entsprechenden API-Zugang für Instagram offenbar aus Gründen zu hoher Benanspruchung der Ressourcen gesperrt, was dazu führt, dass entsprechende Versuche über die programminterne Funktion mit der recht deprimierend klingenden Meldung „Unable to find friends“ quittiert wird.

Insbesondere für Twitter-Powernutzer ist das Fehlen dieser Funktion fatal, denn somit fällt es erheblich schwerer beim ersten Start der App eine Anzahl interessanter Kontakte auch in dem Fotonetzwerk zu finden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man lediglich Kontakte aus dem eigenen Adressbuch und von Facebook finden. Ob und falls ja, wann die Funktion wieder freigeschaltet wird, ist noch unklar.

Bereits in der Vergangenheit kam es zum Clinch zwischen Twitter und Instagrams Eigner Facebook aufgrund zu hoher Belastung von APIs - allerdings in anderer Richtung: Im Juni 2010 sperrte Facebook den Freunde-Finder von Twitter aus. Gut möglich also, dass es sich hier um eine Retourkutsche von Twitter handelt.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen in diesem Fall.

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Quellen: Instagram-Blog, TechCrunch

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