Instagram: Drittanbieter-Apps sollen auf Insta- und -gram im Namen verzichten

Lukas Funk

Entwickler von Anwendungen, die Instagrams API nutzen, um beispielsweise Bilder aus dieser Quelle in Galerien darzustellen, sollen zukünftig auf die Namensteile Insta- und -gram verzichten. Bislang räumten die Geschäftsbedingungen der der Foto-App Entwicklern das Recht ein, zumindest einen, nicht aber beide Teile des Markennamens zu verwenden.

Instagram: Drittanbieter-Apps sollen auf Insta- und -gram im Namen verzichten

Seit der Übernahme von Instagram durch Facebook hat sich einiges an den Geschäftsbedingungen geändert. Zuletzt sorgte ein Abschnitt für Missmut, welcher dem Unternehmen die ungefragte kommerzielle Nutzung von Benutzerfotos einräumte, nach großflächigem Protest aber wieder entschärft wurde.

Nun berichtet Jeff Broderick, Entwickler der App Luxogram, dass er per E-Mail aufgefordert wurde, den Namen der Anwendung zu ändern. Instagram beruft sich dabei auf eine Änderung der Geschäftsbedingungen, welche vorsieht, dass Anwendungen, die auf Instagrams Schnittstellen zugreifen, zukünftig weder die Wortteile Insta- noch -gram beinhalten dürfen. Bislang war dies möglich, solange Anwendungen nur mit einem Namenspartikel auf die Verbindung zu Instagrams Angebot anspielen. Auch das Logo der App sei dem des Originals zu ähnlich.

Broderick vergleicht diese Verschärfung der Geschäftsbedingungen mit den AGB von Twitter, welche ursprünglich die Entwicklung von Drittanbieter-Apps unterstützten, seit der Einführung des Token-Limits aber effektiv beschränken. So dürfen Twitter-Clients im Normalfall nur noch von 100.000 Anwendern genutzt werden, was deren Entwicklung nicht lukrativ macht und Neuentwicklungen so weitestgehend unterbindet.

Instagrams API dagegen war schon von Anfang an sehr eingeschränkt. Entwicklern wurde bis auf wenige Ausnahmen nur das Darstellen von Bildern genehmigt, nicht das Erstellen und Einreichen. Eine populäre Ausnahme stellt Hipstamatic Oggl dar, welches mangels offiziellen Instagram-Supports auf der Microsoft-Plattform eine Sondergenehmigung zum Hochladen von Bildern von Windows Phone 8 aus erhielt.

Betroffen von Instagrams ABG-Änderungen dürften die meisten Drittanbieter-Apps sein, war der Gebrauch der Partikel vorher doch allgemein erwünscht. Was mit den Anwendungen und den teils großen Unternehmen hinter ihnen — Luxogram kann 1 Million monatlicher Nutzer vorweisen — nun geschieht, ist unklar. Jeff Broderick jedenfalls blickt pessimistisch in die Zukunft während Instagrams offizielles Statement noch aussteht.

Quelle: Instagram AGB, Jeff Broderick auf Twitter [via TechCrunch, The Verge]

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