Instagram: Großes Update bringt neue Benutzeroberfläche und zahlreiche Features

Tuan Le

Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem es bereits schon so aussah, als müsste die Holofication Nation die Entwicklung eines Instagram-Clients mit modernem Interface selbst in die Hand nehmen, gibt es nun ein großes Update für den Photosharing-Dienst. Die offizielle App sieht der kürzlich veröffentlichten App-Modifikation erstaunlich ähnlich, bietet darüber hinaus aber eine Reihe neuer nützlicher Features. Dazu zählt etwa eine insgesamt deutlich aufgeräumtere Oberfläche sowie die Verwaltung von Push-Benachrichtigungen.

Es ist schwer zu sagen, ob die Holofication Nation mit ihrer eigenen Version von Instagram das Unternehmen zu dem neuen Update inspiriert oder zumindest zu einem Umdenken bewegt hat. Im Detail gibt es dann doch einige deutliche Unterschiede, etwa bei der Wahl des Farbschemas bei dem offiziellen Update von Instagram und vielleicht war es auch eher die Holofication Nation, die sich am iOS 7-Design von Instagram bedient hat. In jedem Falle kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen: Mit dem neuen Android-Update bringt Instagram endlich eine komplett überarbeitete Oberfläche, zwar immer noch nicht vollständig im Sinne von Googles Holo Design-Richtlinien, aber immerhin mit minimalistischen Flat UI-Bedienelementen und einem sehr dezenten dunklen Blauton.

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Am Konzept von Instagram hat sich natürlich nichts geändert, nach wie vor dient die App zum unkomplizierten Teilen und Bearbeiten von Fotos mit anderen Nutzern. Eine nützliche Erweiterung stellt allerdings die Verwaltung von Push-Benachrichtigungen dar, denn nun kann man genau festlegen, für welche Arten von Neuigkeiten man eine Benachrichtigung erhält und auch, ob dies nur für Follower gilt, oder für alle Nutzer. Ebenso wird bei der Einstellung eines Profilbildes endlich der angezeigte Bildbereich korrekt in Form eines Kreises markiert, während das ausgewählte Bild zuvor recht willkürlich beschnitten wurde. Leider fehlt nach wie vor eine Tablet-Version für Instagram, mangels Landscape-Modus macht die Verwendung auf Geräten mit größerem Bildschirm daher keinen Spaß.

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Etwas beunruhigend könnte für die Nutzer der Punkt „Werbung“ in den Einstellungen sein, der bislang nur auf eine leere Seite verweist. Schon in der Vergangenheit hat Instagram gesponserte Posts in den Feed mancher Nutzer geschleust, obwohl diese den Accounts der Sponsoren gar nicht folgten. In Deutschland sind die Nutzer bislang davon verschont geblieben, doch erscheint eine weitgehende Monetarisierung der Plattform in naher Zukunft nun sehr wahrscheinlich. Dass der Punkt in den Einstellungen aufgelistet wird, lässt hoffen, dass man die Werbung vielleicht deaktivieren oder zumindest das Laden der Werbung bei 3G-Verbindung deaktivieren kann.

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Bei aller Begeisterung für das Update sollten Instagram-Fans zudem die scheinbar verschärfte Vorgehensweise gegen Nutzer beachten, die eine spezielle App oder einen Bot verwenden, um automatisiert Fotos anderer Nutzer zu liken oder zu kommentieren. Mittlerweile ist die Toleranzgrenze soweit heruntergesetzt worden, dass man bei der Verwendung alternativer Clients wie Phonegram darauf achten sollte, nicht zu schnell und nicht zu viele Likes an Nutzer zu verteilen, die man nicht kennt. Missachtet man dies, kann der Instagram-Account gesperrt werden, wodurch man Bilder nicht mehr liken und kommentieren kann und auch die Möglichkeit verliert, neuen Accounts zu folgen. Wurde man zu Unrecht beschuldigt, sollte man das Problem am besten umgehend als Feedback an den Kundenservice schildern, der den Account auch recht schnell wieder freigibt.

Instagram
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