Weltweit konnte Instagram für eine lange Zeit werbefrei genutzt werden, nach dem Kauf von Facebook kommt nun so langsam die Monetarisierung ins Spiel. Nach klassischen Werbebeiträgen folgen jetzt auch Werbevideos.

Zu Facebooks Strategie gehört es, Apps unter den Nutzern zu etablieren und dann, wenn sie unabdingbar für die jeweilige Nutzergruppe sind, zu monetarisieren. Deshalb veröffentlicht der soziale Netzwerkriese zahlreiche Anwendungen für iOS und Android, kauft aber auch die eine oder andere Anwendung.

Instagram: Aggressivere Finanzierung durch Anzeigen beginnt

Möchte Facebook beim gekauften WhatsApp wohl einen anderen Weg einschlagen, wird bei Instagram mittlerweile akribisch an der Finanzierung über Werbung gearbeitet. Nach den ersten Versuchen mit Werbeanzeigen folgen nun Anzeigen in Videoform.

Ein halbes Jahr wurden solche Spots bei dem Fotosharing-Dienst getestet und werden nun final angezeigt. Als Partner der 15-sekündigen Spots konnte man hochrangige Unternehmen wie Disney, Activision, Lancome, Banana Republic oder CW gewinnen. Obwohl es sich um Werbespots für beispielsweise den Film Big Hero 6 handelt, achtet Instagram nichtsdestotrotz darauf, dass die Videospots nicht aus dem Raster der App fallen.

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Instagram-Werbespots: Disney wirbt für erscheinenden Animationsfilm

Für den Animationsfilm Big Hero 6 passen die Instagram-Werbevideos perfekt, wie der Disney-Presseprecher bekannt gab. Im besagten Spot sieht man die Filmfiguren von sich Selfies schießen. Diese Art der Werbung sei etwas Besonderes und passe hervorragend ins Konzept, so der Sprecher weiter.

Werbetreibende haben es bei der Veröffentlichung von Werbevideos auf Instagram jedoch nicht ganz einfach. Die Videoanzeigen dürfen weder aus bereits veröffentlichten Internet- und Fernsehspots übernommen werden, noch einen „professionellen Eindruck“ machen.

Wie auch bereits bei den Werbeanzeigen ist bei den Werbespots auf Instagram mit keiner baldigen Implementierung für den deutschen Markt zu rechnen. Vermutlich beschränkt sich der Dienst erst auf US-amerikanische Nutzer.

Quelle: Adweek, via Golem