So könnt ihr auf Instagram Influencer werden – oder zumindest so aussehen

Marco Kratzenberg

Ständig liest man von Leuten, die in der Social-Media-Szene eine Menge Geld verdienen. Natürlich fragt man sich dann, wie man selbst auf Instagram Influencer werden könnte, um irgendwann bequem davon leben zu können. Wir haben ein paar Starter-Tipps für euch, damit eure Bilder zumindest schon mal so aussehen…

Um ein Instagram-Influencer zu werden, muss man sehr viele Follower haben und sie auch halten können. Damit man das zu erreicht, muss man Inhalte bieten, mit denen man eine Menge von Leuten anspricht. Wichtig ist aber auch, wie ihr die Dinge oder euch selbst präsentiert. Hier ein paar Ratschläge.

Guckt euch doch mal an, wer die meisten Follower hat. Irgendwas machen die richtig.

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Instagram: Wer hat die meisten Follower?

Bildkomposition

Ihr werdet keine Instagram-Influencer, indem ihr eure Smartphone-Kamera einfach auf den Strand haltet und dazu schreibt, wie toll es am Ballermann ist. Die Gestaltung des Bildes ist wichtig und da auch die sogenannte „Bildkomposition“. Damit ist gemeint den wichtigsten Teil des Fotos so im Gesamtbild zu platzieren – beziehungsweise das Foto so zu schießen, – dass entweder der Goldene Schnitt oder die „Drittel-Regel“ zur Anwendung kommen.

Dabei gilt die grundsätzliche Regel, dass bei Bildern mit interessantem Umfeld das Hauptobjekt nicht einfach plump im Zentrum des Bildes stehen sollte. Interessanter und mit einer gewissen Spannung versehen werden die Fotos, wenn sich der wichtigste Teil beispielsweise seitlich beziehungsweise unterhalb der Mitte befindet. Dazu wird über den Bildausschnitt ein Gitter mit neun Feldern gelegt, das euer Bild in Drittel zerschneidet. In Kamera-Apps könnt ihr in der Regel so ein Gitter einblenden. Richtet euch danach und die Bilder werden schon interessanter.

Damit das klappt, mit eurem Aufstieg zum Instagram-Influencer, müsst ihr Statistiken studieren:

Instagram Insights: So bekommt ihr Zugriff.

Natürliches Licht

Das Beleuchten von Fotosessions ist ein Profi-Job. Oft genug sehen solche Bilder aber eben auch unspontan und künstlich aus. Versucht, so oft wie möglich natürliches Licht zu verwenden, wenn ihr Fotos für Instagram schießt. Das macht euch nicht sofort zum Instagram-Influencer, sorgt aber für Bilder, die eure Follower auf einer unbewussten Ebene ansprechen.

Vermeidet dabei zumindest in der Portrait-Fotografie und bei Selfies zu starke Schatten. Experimentiert herum und macht nie nur ein Foto – das funktioniert fast niemals. Stellt euch in den Schatten und guckt selbst ins Licht. Achtet darauf, dass der Schatten der Kamera oder des Fotografen nicht im Bild sind.

Bei abendlichen Aufnahmen vertraut auf die Kamera eures Handys. Die Bilder sind interessanter bei zu dunklem Licht mit interessanten Lichteffekten, als wenn das Gesicht vom Blitz ausgeleuchtet wird und die ganze Umgebung in der Dunkelheit versinkt. Damit sind wir auch gleich beim nächsten Ratschlag: Bearbeitet die Bilder!

Instagram-Influencer schummeln und bearbeiten die Bilder

Das Bild sieht gut aus, der Winkel und die Aufteilung stimmen – aber es ist zu hell, zu dunkel, zu schwammig… In vielen Fällen können eure Bilder eine Nachbearbeitung gebrauchen. Manchmal könnt ihr das durch die eingebauten Instagram-Filter beheben. Aber wenn es richtig gut aussehen soll oder ihr störende Objekte aus den Bildern entfernen müsst, dann solltet ihr sie bearbeiten.

Wie im Bild oben zu sehen ist, könnt ihr mit einer App wie TouchRemove oder TouchRetouch in wenigen Schritten aus euren Bildern entfernen, was dort nicht hingehört.

TouchRemove
Entwickler: GeneWarrior
Preis: 0,99 €
TouchRetouch
Entwickler: ADVA Soft
Preis: 1,99 €

Für eine generelle Überarbeitung, also beispielsweise die Anpassung von Helligkeit, Kontrast, Farbtiefe, aber auch für HDR-Effekte, zur Bildbeschneidung oder künstliche Fokuseffekte, solltet ihr die kostenlose App Snapseed nehmen, die es für Android und iOS gibt.

Snapseed
Entwickler:
MEITU
Preis: Kostenlos
Snapseed
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Lasst Bilder absichtlich unprofessionell aussehen

Natürlich ist die Bildkomposition wichtig. Die Beleuchtung, die Farben und die Kontraste müssen stimmen. Aber wenn ihr Instagram-Influencer werden wollt, müsst ihr die Follower an eurem Leben teilnehmen lassen. Und das eben oft auch aus eurer persönlichen Perspektive.

Fotografiert also nicht die ganze Tafel, ordentlich aufgestellt und ohne Gäste. Fotografiert einen Ausschnitt. Lasst die Ränder das Bild beschneiden, sodass nur Teile von Tellern, Schüsseln und dem Tisch zu sehen sind. Macht Fotos, bei denen ihr an einem Teil eures Gesichtes vorbei fotografiert, um etwas ganz anderes zu zeigen. Und wenn es ein Steak gibt, dann macht eine Makroaufnahme, bei dem ein Teil der Beilagen zu sehen ist – aber sonst nichts. Bringt Stimmung in die Bilder. Lasst sie so wirken, als wären sie ganz spontan entstanden. Auch wenn ihr sie im Nachhinein beschnitten, die Farben verbessert und eine Randunschärfe eingefügt habt. Und das bringt uns zu einer der wichtigsten Regeln, wenn ihr ein Instagram-Influencer werden wollt…

Instagram-Influencer laden die Zuschauer scheinbar ins Privatleben ein

Seht sie euch an, die Influencer mit vielen Followern. Sie haben alle eine Fangruppe und bedienen deren Bedürfnisse nach Selbstbestätigung, Motivation oder Information. Sie reisen herum und lassen sich vor malerischen Flecken fotografieren. Sie feiern ständig Partys und ihr seid mittendrin. Sie trainieren, schlucken ihre Starkmacher oder zeigen euch, wie ihr mit dem Conditioner von XYZ eure Haare schönmacht…

Manchmal gibt’s mehrere Bilder hintereinander oder zumindest mehrere pro Tag. Bisweilen gibt’s kurze Pausen, aber ihr müsst nie lange warten. Es sieht so aus, als wäret ihr immer live dabei, wenn jemand anderes ein aufregendes oder zumindest interessantes Leben führt.

Das ist das Feeling, das ihr bedienen müsst. Findet eine Zielgruppe und findet heraus, wie sie tickt. Warum folgen diese Leute bestimmten Themen? Was erwarten sie? Überlegt selbst, was euch dazu antreibt, solche Dinge zu tun. Und die spiegelt ihr dann wider, um euer Publikum teilhaben zu lassen.

Macht Selfies! Die Leute wollen wissen, wer hinter den Geschichten steckt. Kämmt euch, macht etwas Creme ins Gesicht und zieht die Jogginghose aus. Bietet den Leuten etwas, das sie gerne sehen möchten. In den Fotos sieht keiner, wie klug ihr seid. Also seid interessant. Seid freundlich. Lasst sie euer Leben mitleben.

Wie oft nutzt ihr verschiedene soziale Netzwerke?

Es gibt unzählige soziale Netzwerke im Internet. Facebook, Twitter, Instagram und noch viele mehr. Wir wollen wissen, wie oft ihr die verschiedenen Netzwerke nutzt!

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