Adult Friend Finder: 412 Millionen Accounts gehackt

Laura Li Tung

Nach dem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison ging es nun der Dating-Plattform Adult Friend Finder an den Kragen. Bei diesem Hack wurden Benutzerdaten von mehr als 412 Millionen Mitgliedern gestohlen und im Internet veröffentlicht  darunter auch deutsche User.

Adult Friend Finder: 412 Millionen Accounts gehackt

Wie LeakedSource berichtet, wurde die Dating- und Seitensprung-Plattform Adult Friend Finder Opfer eines erschütternden Hackerangriffes, der für viele Mitglieder schwere Folgen haben könnte.

Auch Deutsche sind betroffen

Der Hack umfasst sowohl 300 Millionen Accounts der Seite selbst, 60 Millionen Accounts der Plattform Cams.com, als auch Nutzerdaten der Seiten Penthouse, Stripshow und iCams. Hochgerechnet sind das 412.214.295 Accounts. Auch Deutsche sind unter den Opfern: Mehr als 8,3 Millionen Nutzer stammen nämlich aus deutschsprachigen Ländern.

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Sicherheitslücke war bekannt

Laut CSO Online soll bereits im Oktober dieses Jahres ein Sicherheitsforscher, besser bekannt unter dem Nickname „Revolver“, eine Local File Inclusion-Sicherheitslücke entdeckt haben.

LFI-Sicherheitslücken treten vor allem bei Skriptsprachen wie PHP, JSP (Java-Server-Pages) auf und erlauben dem Angreifer eine lokale Datei auf dem Webserver zu platzieren. Insgesamt wurden durch den Hackerangriff circa 90 Datenbanken kopiert.

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Nutzernamen und E-Mail-Adressen veröffentlicht

Diese Datenbanken enthielten Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Passwörter, IP-Adressen, Access-Logs des Webservers, Kaufverhalten und vieles mehr. Während die meisten Informationen klar vorliegen, seien die Passwörter mit SHA-1 ebenfalls nur unzureichend gesichert. Laut LeakedSource habe man etwa 90 Prozent der vorliegenden Passwörter entschlüsseln können.

Nicht der erste Hackerangriff auf Adult Friend Finder

Es war nicht der erste Hack mit dem die Sex-Community zu kämpfen hat: Bereits im Mai 2015 wurden circa 3,5 Millionen Accounts gehackt. Neben den Benutzerdaten veröffentlichten die Hacker damals jedoch auch persönliche Informationen zu sexuellen Vorlieben.

Wer hinter diesem Angriff steckt, ist bisher unklar. ZDNet vermutet, dass russische Hacker für den Hack verantwortlich sein könnten.

Quellen: LeakedSource, CSO Online, ZDNet

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