Mit dem Internet der Dinge werden zahlreiche Alltagsgegenstände plötzlich intelligent. Der Computer als Schnittstelle gerät damit immer mehr in den Hintergrund und weicht einer subtileren und vor allem bequemeren Form der Vernetzung.

Der Computer findet auch heute natürlich noch jede Menge Beachtung und dient dem Menschen dabei als Werkzeug für allerlei Tätigkeiten. Doch mit dem Internet der Dinge – oder auch dem Internet of Things (IoT) – werden mittlerweile auch zahlreiche andere Geräte mit dem World Wide Web verbunden.

Das Internet der Dinge: Die reale Welt wird virtuell

Ob Wearables, Fahrzeuge oder Heimelektronik, die Anbindung ans Netz soll vor allem dazu dienen, dem Menschen auf möglichst einfache und zudem unbemerkte Art das Leben zu erleichtern. Das Fraunhofer Institut etwa beschreibt das Internet of Things folgendermaßen:

„Im Internet der Dinge werden Objekte intelligent und können über das Internet untereinander Informationen austauschen. Ziel des Internet der Dinge ist es, die virtuelle mit der realen Welt zu vereinen. Grundlage dafür ist die Entwicklung der RFID-Technologie, durch die Waren und Geräte nicht nur eine eigene Identität in Form eines Codes erhalten, sondern auch Zustände erfassen und Aktionen ausführen können.“

Bereits 1991 schrieb der amerikanische Informatik-Wissenschaftler Mark Weiser in seinem Essay „The Computer for the 21st Century“ (ein wirklich lesenswerter Artikel) über eine solche Vision. Für ihn war der persönliche Computer vor bereits 24 Jahren eigentlich eher deplatziert:

„Die Vision von Laptop-Maschinen, Dynabooks und ‚Wissens-Navigatoren‘ ist nur ein Übergang hin zur vollen Entfaltung des echten Potentials der Informationstechnologie. Solche Maschinen können Computing nicht zu einem wahrhaftig vollständigen, unsichtbaren Teil der Lebensart von Menschen werden lassen. Deshalb versuchen wir einen Ansatz zu entwickeln, wie wir über die Computer in der Welt denken, einer, der das menschliche Umfeld in Betracht zieht und der Computern selbst erlaubt, in den Hintergrund zu verschwinden.“

Das Internet der Dinge wird also nicht zuletzt auch dadurch wirklich intelligent, dass die Vernetzung selbst aus dem Blickfeld gerät, sodass wir sie nutzen können, ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen. Kleine Computer - also Prozessoren - die in so gut wie allem eingebaut werden können, was vorstellbar ist, werden irgendwann einmal alles nahtlos miteinander vernetzen, ohne dass wir dies überhaupt noch merken. Gegenwärtig haben wir bereits vernetzte Autos und Häuser, Kühlschränke und Waschmaschinen, Glühbirnen und Lüsterklemmen, doch all das ist auch erst der Anfang. Es bleibt also weiterhin alles sehr spannend. Für alle, die sich noch etwas näher mit der Materie auseinander setzen möchten, sei die Dokumentation „Das Internet der Dinge“ nahe gelegt, die ihr entweder in der 3sat-Mediathek oder direkt hier als YouTube-Video: