Analyst: Apple bereitet iOS für VR vor – Hardware sollen andere machen

Florian Matthey 1

Apple forscht im Bereich Virtual Reality – so viel ist mittlerweile klar. Ein Analyst glaubt aber nicht, dass Apple auch an eigener VR-Hardware plant. Stattdessen wolle das Unternehmen das iOS auf entsprechende „Made for iPhone“-Produkte vorbereiten.

Der Analyst Gene Munster von Piper Jaffray, der sich seit vielen Jahren mit Apple befasst – allerdings mit Vorhersagen wie dem Apple-Fernseher auch schon daneben lag – hat Investoren mitgeteilt, was er von Apple in Sachen Virtual Reality erwartet. Bekannt ist, dass Apple Unternehmen aus diesem Bereich übernommen und entsprechende Experten eingestellt hat; zuletzt den früheren Universitätsprofessor Doug Bowman. Apples CEO Tim Cook erklärte seinerseits kürzlich, dass er Virtual Reality „wirklich cool“ finde und nicht nur Nischenprodukte in diesem Bereich sehe. Auffällig ist auch, dass sich Apple-Mitarbeiter kürzlich die Virtual-Reality-Projekte der Universität Stanford angesehen haben.

Munster verweist auf zahlreiche weitere Personen, die laut LinkedIn bei Apple arbeiten und Erfahrung im Bereich Augmented Reality haben – ein Aspekt der virtuellen Realität, der reale Bilder mit digitalen Elementen verbindet. Insgesamt seien 141 solcher Personen bei Apple beschäftigt, bei Microsoft seien es 425, bei Google 267. Microsoft und Google arbeiten mit HoloLens und Google Glass offiziell an Augmented-Reality-Produkten. Der Analyst merkt auch an, dass die Übernahme von PrimeSense durch Apple in diesem Bereich eine Rolle spiele – PrimeSense hatte Technologie entwickelt, die Bewegungen digital erfassen kann.

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Munster glaubt, dass Apple sein „iOS-Ökosystem“ bis 2018 für den Einsatz von Augmented- oder Virtual-Reality-Hardware vorbereiten werde. Die „Generation Z“ werde die Realität in zehn Jahren „sehr ineffizient“ finden und auf Technologie setzen, die diese verbessere. Dies zeige sich schon mit Smartphones, die in zahlreichen Alltagssituationen zum Einsatz kommen.

Allerdings glaubt Munster nicht, dass Apple in naher Zukunft eigene Hardware für diese Einsatzgebiete veröffentlichen werde. Stattdessen werde das Unternehmen Zubehör-Hersteller durch eine Erweiterung der „Made for iPhone“-Zertifizierung für Augmented- und Virtual-Reality-Produkte unterstützen. Hierfür werde das Unternehmen seine Software optimieren – möglicherweise eben schon bis 2018.

Tatsächlich hat die Gerüchteküche noch nicht vermeldet, dass Apple an konkreter Hardware arbeite oder was diese Hardware sein könnte – bisher gibt es allenfalls Spekulationen wie über eine Virtual-Reality-Brille fürs iPhone. Es wäre nicht das einzige Gebiet, in dem sich Apple ganz auf Zubehör-Hersteller verlässt. Beispielsweise gibt es keine Spiele-Controller fürs iPhone oder Apple TV von Apple selbst, stattdessen aber offizielle „Made for“-Geräte.

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