Apple in Deutschland: „Geheimes Labor“ in Berlin aufgedeckt

Sven Kaulfuss 5

Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, unterhält Apple gegenwärtig ein „geheimes Labor“ in der Bundeshauptstadt. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter seien dort beschäftigt und arbeiteten an Apples Kartenanwendung „Maps“.

Apple in Deutschland: „Geheimes Labor“ in Berlin aufgedeckt

Untern den hiesigen Apple-Angestellten finden sich Programmierer, Karten-Spezialisten und Produkt-Manager für Apple Maps. Ziel ist die Weiterentwicklung von Apples Karten-App für iOS 10 und macOS Sierra und in diesem Zusammenhang die damit verbundenen ortsbezogenen Dienste. Insbesondere die Integration der Verbindungsdaten des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), sprich die Navigation mit U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen, steht dem Bericht nach auf dem Tagesplan der Entwickler. Hier hat Apple gegenüber Konkurrent Google noch starken Nachholbedarf. In Deutschland funktioniert dieser Service derzeit allein in Berlin, weltweit nur in rund zwei Dutzend Städten.

Warum ausgerechnet Berlin?

Doch warum entscheidet sich Apple ausgerechnet für den Standort Berlin? Der Hersteller selbst äußert sich wie selbstverständlich weder hierzu noch generell zum aktuellen Bericht der Berliner Zeitung. Die Redakteure haben jedoch einen nachvollziehbaren Verdacht. So soll das kalifornische Unternehmen beim Berliner Kartenspezialisten „Here massiv Arbeitskräfte abgeworben haben. 2007 übernahm zunächst Nokia das Berliner Start-up, seit 2015 gehört der Kartendienst den deutschen Automobilherstellern Audi, BMW und Daimler. Will Apple also von der Kompetenz der hiesigen Entwickler profitieren, so muss man den Schritt über den großen Teich wagen und diesen ein besseres Angebot machen.

Quelle: Berliner Zeitung

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