iOS 10: Anwender müssen differenzierter Datensammlung zustimmen

Thomas Konrad 8

Um Dienste wie Siri zu verbessern, wird Apple in iOS 10 Eingaben der Anwender sammeln. Das Tech-Portal Recode konnte nun in Erfahrung bringen, dass Nutzer der Datensammlung aber erst zustimmen müssen.

iOS 10: Anwender müssen differenzierter Datensammlung zustimmen

Um die künstliche Intelligenz seiner Server-Dienste zu verbessern, nutzt Apple das Prinzip der differenzierten Privatsphäre — Daten sollen aufschlussreich sein, aber keine Rückschlüsse auf den Anwender zulassen.

Für Nutzer heißt das: Die Textvorschläge des iPhones könnten genauer, Siris Antworten besser werden.

Gegenüber Recode verriet Apple nun weitere Details über das Vorhaben: So habe man bislang keine Daten dieser Art gesammelt; die differenzierte Datensammlung starte mit iOS 10. Und das auch nur, wenn der Anwender will und der Datensammlung explizit zustimmt.

Vorerst sollen nur vier Bereiche in iOS von den Daten profitieren: Wörter, die Anwender in die lokalen Wörterbücher aufnehmen, Emoji, Deep-Links und die Nachschlage-Funktion in der Notizen-App.

Weiterhin sorgen auch lokale Algorithmen unter iOS dafür, dass das Betriebssystem dem Anwender unter anderem passende Apps — beispielsweise abhängig von der Tageszeit — vorschlagen kann.

Apple hat iOS 10 auf der diesjährigen Entwicklermesse WWDC vorgestellt. Den Fokus hat das Unternehmen unter anderem auf völlig überarbeitete Mitteilungen und zahlreiche Neuerungen für iMessages gelegt.

Apple macht sich den Sperrbildschirm in iOS 10 mehr als bislang zunutze: iPhone und iPad lassen sich nun im Sperrbildschirm entsperren. Damit hat man unter anderem ausreichend Rechte, um beispielsweise Nachrichten zu beantworten oder auf andere Meldungen zu reagieren. Diesem neuen Prinzip fällt nun die ikonische Wischgeste zum Opfer.

Der App Nachrichten hat Apple allerlei trendige Funktionen spendiert. Anwender können Sticker versenden und auf Nachrichten mit verschiedenen Reaktionen direkt reagieren. Sticker lassen sich auch an Nachrichten anheften. Die Nachrichten-Blasen lassen sich mit verschiedenen Effekten versenden — sie betreffen entweder die Blasen selbst oder den ganzen Hintergrund der Konversation. iMessage ist im Snapchat-Zeitalter angekommen!

WWDC 2016 – iOS 10.

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