Apple testet mehrere Prototypen für AR-Brille – auch ohne eigenes Display

Florian Matthey

Nächstes Jahr könnte Apple eine AR-Brille veröffentlichen. Das Unternehmen soll in diesen Tagen noch verschiedene Prototypen ausprobieren. Darunter offenbar auch ein Gerät, das nur Kameras, aber kein Display enthält.

Apple sieht Augmented Reality als wichtige Zukunftstechnologie: Apple-CEO Tim Cook zeigt sich so begeistert von AR, dass er „am liebsten schreien“ würde. Eine wichtige Neuerung des iOS 11 ist wiederum die Schnittstelle ARKit, mit der Entwickler ansprechende AR-Anwendungen fürs iPhone und iPad entwickeln können.

Wirklich spannend wird die „erweiterte Realität“ allerdings erst dann, wenn der Benutzer die virtuellen Elemente tatsächlich als Teil der Realität wahrnimmt – also nicht nur beim Blick auf ein iPhone- oder iPad-Display. Dementsprechend gibt es zahlreiche Gerüchte, denen zufolge Apple an einer eigenen AR-Brille arbeitet, die wohl ähnlich wie Microsofts HoloLens funktionieren würde – aber sich an Verbraucher statt Kunden aus der Wirtschaft richtet. Angeblich soll das Apple-Headset 2018 erscheinen.

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Die Financial Times berichtet jetzt, dass Apple aktuell noch mit verschiedenen Prototypen einer Apple-Brille experimentiere. Das Interessante ist: Zumindest ein Modell hätte gar nicht den oben genannten Vorteil, dass der Benutzer die Augmented Reality auch als Realität wahrnimmt.

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Zumindest ein Team bei Apple setze sich für Prototypen ein, die zwar 3D-Kameras integriert haben, aber kein Display. Stattdessen soll weiterhin das iPhone- oder iPad-Display die AR-Bilder darstellen. Was der Sinn eines solchen Geräts sein soll, ist aber unklar – die Beschreibung erinnert an die Snaps Spectacles von Snapchat, deren Aufgabe aber eigentlich nur das Aufnehmen von Videos und keine AR-Anwendung ist.

Wenn Apple aktuell tatsächlich noch verschiedene komplett unterschiedliche Konzepte als Prototypen testen sollte, dürfte es noch einige Zeit dauern, bis das fertige Produkt erscheint. Ob es schon 2018 so weit sein wird, bleibt daher abzuwarten.

Quelle: Financial Times via Mac Rumors

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