iPhone-Jailbreak: So hilft Google Hackern Schwachstellen in iOS 11 zu finden

Florian Matthey 4

Google hilft Hackern tatsächlich dabei, „Jailbreaks“ für neue iOS-Versionen zu ermöglichen. Kurioserweise geht es Google aber nicht darum, die Sicherheit des Konkurrenzprodukts zu beeinträchtigen. Stattdessen hilft man Apple sogar.

iPhone-Jailbreak: So hilft Google Hackern Schwachstellen in iOS 11 zu finden
Bildquelle: GIGA.

Google Project Zero will iOS-Schwachstellen finden

Der Sicherheitsexperte Ian Beer hat sich auf Apple-Software spezialisiert – obwohl er für Google arbeitet: Als Teil des „Project Zero“ ist es seine Aufgabe, Schwachstellen in Produkten wie iOS, macOS und Safari zu finden. Mit Project Zero hat sich Google das Ziel gesetzt, Bugs in Software zu finden und aufzudecken – und zwar nicht nur in den eigenen Anwendungen, sondern auch denen von anderen Entwicklern.

Das iOS ist dabei besonders beliebt – weil es einerseits sehr weit verbreitet, andererseits aber auch ein besonders stark abgeschirmtes und im Prinzip sehr sicheres System ist. Dennoch tauchen immer wieder Schwachstellen auf. Solche hat jetzt auch Beer in der iOS-Version 11.1.2 entdeckt – und ein Tool veröffentlicht, das Hackern dabei hilft, weitere Schwachstellen zu finden.

Welche Neuerungen das iOS 11 bringt, könnt ihr euch in unserem Video ansehen:

Fünf Top-Features in iOS 11.

iOS 11 geknackt: Google hilft „Jailbreakern“

Solche Schwachstellen lassen sich bekanntlich ausnutzen, um das iOS zu „knacken“, also „Jailbreaks“ zu installieren, die wiederum Modifikationen am Betriebssystem und das Installieren von Software außerhalb des App Store ermöglichen. Da Apple Entwicklern mittlerweile mehr Freiheit lässt, als noch vor einigen Jahren, sind Jailbreaks nicht mehr so weit verbreitet wie früher. Dennoch gibt es immer noch einige Benutzer, die ihr iPhone oder iPad gerne „knacken“ möchten.

Wenn ihr etwas anderes als Jailbreaks zu Weihnachten schenken möchtet – hier findet ihr einige Ideen:

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12 tolle Geschenkideen für iPhone- und Mac-Besitzer zu Weihnachten 2017.

Dass ausgerechnet Google den Hackern jetzt dabei hilft, die Schwachstellen im iOS 11 zu finden und aufzuspüren, ist kurios. Letztendlich hilft Google mit dem Project Zero aber auch Apple dabei, das System sicherer zu machen: Die an dem Projekt beteiligten Hacker können ohne wirtschaftlichen Druck arbeiten und sich daher einerseits große Mühe geben, um Bugs zu finden. Andererseits haben sie es aber auch nicht nötig, ihre kostbare Entdeckung dann geheim zu halten – stattdessen können sie sofort an die Öffentlichkeit gehen und entsprechende Tools wie das von Ian Beer veröffentlichen.

Das Tool baut auf die von Beer entdeckte erste Schwachstelle des iOS 11.1.2 auf und hilft Entwicklern dabei, weitere Fehler zu finden. Im Idealfall sollen diese ihre Entdeckungen dann ebenfalls veröffentlichen und/oder an Apple weitergeben. Oder sie nutzen sie eben für Jailbreaks – wobei Apple auch dann früher oder später erkennt, wie sich diese wieder unterbinden lassen. Habt ihr noch Jailbreaks auf euren Geräten installiert?

Quelle: Motherboard

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